Punkige Sitzweil mit den Gerner Zipfeklatschern zum Abschluss der Wildwochen
Sie retten die Wirtshauslieder

Die Gerner Zipfeklatscher untermalten die Sitzweil, mit dabei war auch Klaus Altenbuchner (Zweiter von links). Bild: bjo
Lokales
Schmidmühlen
17.11.2015
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Zum Abschluss der Wildwochen hatte der Gasthof Zum Goldenen Lamm zu einer Sitz-weil eingeladen - ein kurzweiliger Abend, der bei den Gästen sehr gut ankam, was nicht nur am Essen, sondern auch an den Gerner Zipfeklatschern lag.

Boarisch, gscherd und a bisserl punkig sind die Münchner Musiker ausgezogen, um die Wirtshauslieder zu retten. Frühkindlich geprägt von der elterlichen Volksmusik, sozialisiert in der 80ern in der Münchner Punk- und Hardcoreszene, bleiben die Gerner Zipfeklatscher den heiligen drei Akkorden treu. Sie spielen seit einigen Jahren deftige Wirtshausmusik, traditionell und hausgebraut, gewürzt mit Covers aus der Punk-Ära, am liebsten in Wirts- und Caféhäusern, akustisch, unverstärkt und immer nach dem Motto: Durst ist schlimmer als Heimweh.

Die Sitzweil ist vielen heute kein Begriff mehr. Man kann sie mit dem Hutzergehen vergleichen - dabei geht man zum Nachbarn, um Neuigkeiten auszutauschen. Um den Danersntag (Vorweihnachtszeit) herum war die Zeit der Sitzweilen. Sie begannen, nachdem "zwischen den Lichten" (Zeit der Abenddämmerung) die Hausarbeit beendet und das Abendbrot verspeist war. Familie und Gesinde fanden sich dazu in der warmen Wohnstube zusammen und pflegten Unterhaltung, Scherze, Lieder und Gesellschaftsspiele bis zum Schlafengehen.
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