The Rooster Crows im Schmidmühlener Hammerschloss: Musik von Bob Dylan bis zu den Beatles, ganz ...
Diese vier Musiker passen zusammen wie Puzzlesteine

The Rooster Crows begeisterten ihr Publikum in Schmidmühlen - wieder einmal, aber ganz neu zu viert. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
13.11.2015
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Es ist eine feste, ja fast schon eingeschworene Musikgemeinde, die sich stets im November im Hammerschloss zu einem Konzert trifft: Ein Ereignis mit Kultcharakter - das zeigt sich auch darin, dass, kaum ist das Konzert zu Ende, schon die ersten Kartenvorbestellungen fürs nächste Mal kundgetan werden. Und dies, obwohl da noch gar nicht feststeht, ob und wann es eine Neuauflage gibt.

Andere Seite der Schützen

Seit acht Jahren machen die Sportschützen nicht nur in ihrem ureigensten Metier auf sich aufmerksam: Einmal im Jahr zeigen sie sich auch von einer ganz anderen Seite und laden zu dieser Musiknacht in das Hammerschloss ein. Diesmal gastierten hier The Rooster Crows - nicht zum ersten Mal, aber in der Vierer-Formation war's doch eine Premiere.

The Rooster Crows sind eine neue (teilweise auch alte) Formation aus der Regensburger Musik-Szene. Hans Deml (voc, guit, mand, bass) und Heiner Winkeler (guit, dobro, voc) spielen schon seit vielen Jahren zusammen und haben in mehreren Bands (unter anderem Chesty Morgan, BULs Brothers, Natural Blues, Chillin und Mrs. Luce) miteinander auf der Bühne gestanden. Zu den beiden Oberpfälzern gesellte sich mit Werner "Doc" Schneider (voc, guit, mand, bass) ein waschechter Niederbayer, der vor allem als Mitglied der Sunny Bottom Boys bekannt sein dürfte. Vierter im Bunde ist mit Stefan Schindlbeck (mand, banjo, bass, voc) ein Mann, der auf fast allen Saiteninstrumenten zu Hause und auch aus verschiedenen Formationen (unter anderem Uncle Sally) bekannt ist.

Nicht ohne Grund also waren die Karten für diesen Auftritt rasch vergriffen. The Rooster Crows hatten ein hervorragendes Musikprogramm angekündigt und hielten - wieder einmal - ihr Versprechen. Das Quartett bot authentischen, handgemachten Blues, Country und Folk mit gezielten Ausflügen in Rock und Rockabilly. Im Gepäck hatten die Musiker Songs von Bob Dylan, Crosby, Stills & Nash, Neil Young, Bruce Spring-steen, Johnny Cash, aber auch von den Beatles, Blackberry Smoke und Simon & Garfunkel.

Ganz ohne Gemurmel

Obwohl die Formation sich heuer erst gefunden hat: Die vier passen harmonisch zusammen wie Puzzlesteine - sie sind eben nicht umsonst in der Oberpfalz allseits geschätzt und in Schmidmühlen gerngesehen und gehört. Es war ein echtes Konzert, bei dem sich die Zuhörer auf das Wesentliche, die Musik, konzentrieren konnten - nicht abgelenkt von Gläsergeklapper oder vom oft lästigen Hintergrund-Gemurmel.

Die Musiker nahmen diese Stille und Aufmerksamkeit der Zuhörer dankbar auf und führten diese durch eine musikalische Zeitreise. Durch eine Vielfalt akustischer Instrumente, mehrstimmigen Gesang und den respektvollen Umgang mit den Originalen drückten The Rooster Crows den Songs ihren eigenen Stempel auf - stets erdig, natürlich, akustisch.
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