Trinkwasser täglich im Blick

Lokales
Schmidmühlen
07.11.2015
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Für die Bürger ist es selbstverständlich, dass zu jeder Zeit ausreichend Trinkwasser vorhanden ist. Dafür sorgen elektronisch gesteuerte Prüfungen. Doch manches muss immer noch durch Nachschauen in Gang gehalten werden.

(bö) Eine Kontrolle der Versorgungsanlage in Schmidmühlen steht täglich auf der To-do-Liste der Wasserwarte Dieter Baumer und Hermann Heimler. Hinter dem Begriff Wasserwerk versteckt sich ein Millionprojekt. Trotzdem will die moderne Anlage "täglich ihren Herrn sehen": So sagt es eine alte Weisheit der Wasserwarte zum Betrieb einer gut funktionierenden Trinkwasserversorgung.

Wenn Grundwasser sinkt

Wegen aktueller Grundwasserabsenkungen andernorts hat sich Bürgermeister Peter Braun schon mit seinen Amtskollegen unterhalten. Im Bayerischen Wald denken beispielsweise gerade einige Wasserzweckverbände darüber nach, wie sie eventuelle Engpässe in der Trinkwasserversorgung auffangen können.

Nach Brauns Informationen werden täglich etwa 400 Kubikmeter aus den beiden Brunnen am Eingang zum Blaugrunder Tal gefördert: "Wir beobachten schon seit Wochen den Grundwasserspiegel. Doch bisher hat es noch keine Absenkungen gesehen." In Schmidmühlen fördert man das Trinkwasser aus zwei Tiefbrunnen aus etwa 60 Meter Tiefe.

In Schmidmühlen läuft die Wasserversorgung störungsfrei. Der erst vor einigen Jahren neu gebaute Hochbehälter bei Ofen fasst 900 Kubikmeter Wasser: "Das reicht uns bei normalen Wasserentnahmen etwa zwei Tage." Die Ortsteile Emhof, Pettenhof, Sinzenhof, Eglsee, Ober- und Unteradlhof, der Hirschberg, der Markhof und Harschhof werden vom Wasserzweckverband der Vils-Naab-Gruppe von Emhof aus mit Trinkwasser beliefert. Dafür, dass die Versorgung auch beim Ausfall einer Anlage weiter läuft, sorgt ein Notverbund mit Hohenburg und der Vils-Naab-Gruppe. "Insgesamt gesehen ist unsere Wasserversorgung großflächig aufgestellt", urteilt Braun. "Da wäre es sogar möglich, dass wir in Schmidmühlen mit Trinkwasser aus dem Wassernetz von Schwandorf, Burglengenfeld, Kallmünz und Rieden versorgt werden können".

Eines müsse man zu den Notverbünden allerdings auch sagen: Diese Leitungen müssten öfter gespült werden, um einer Verkeimung des Wassers entgegenzuwirken.

Nachts auf Leck-Suche

Aber auch gegen Wasserrohrbrüche ist man laut Braun nicht gefeit. "Ein paar Mal im Jahr ereilt uns das Schicksal, dass irgendwo im Netz Wasser verloren geht". Natürlich geschieht das meist an den unmöglichsten Stellen - vor allem da, wo es in alten Leitungsnetzen Erschütterungen gibt. "Dann müssen unsere Wasserwarte auch nachts raus, um das Leck mit besonderen Messgeräten aufzuspüren. Denn beim Tagesgeschäft ist das nicht möglich."

Es sei schon vorgekommen, dass die Gemeindearbeiter mehrere Nächte unterwegs waren, um eine Bruchstelle aufzuspüren.
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