Turnhalle ein zu dicker Brocken

Den Ausbau der Schulturnhalle zu einem Mehrzwecksaal scheitert an den Kosten und der geringen Förderung, sagte Bürgermeister Peter Braun bei der Bürgerversammlung in Eglsee. Bild: bö
Lokales
Schmidmühlen
12.03.2015
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750 000 Euro würde es kosten, die Schulturnhalle zum Veranstaltungssaal umzubauen. Knapp zwei Drittel müsste der Markt Schmidmühlen selbst stemmen. "Zu viel", meint Bürgermeister Peter Braun.

Auf die Zielgerade bog die Runde der Bürgerversammlungen im Markt Schmidmühlen ein. Am Montagabend informierte Bürgermeister Peter Braun im Gasthaus Lautenschlager in Eglsee über aktuelle Themen aus dem Marktgemeinderat, vor allem den Bürgerentscheid über den Fochtnerstadl am Sonntag, 29. März.

Als eine Alternative für Veranstaltungen brachte ein Bürger noch einmal den Ausbau der Schulturnhalle ins Gespräch. Dieser scheide aus Kostengründen aus, bedauerte Peter Braun. Die Sanierung für eine Nutzung als Mehrzweckhalle würde etwa 750 000 Euro kosten. Dafür wären nur 30 und 35 Prozent Förderung zu erwarten. Auf die Gemeinde entfiele also ein Eigenanteil von etwa 490 000 Euro; Bestuhlung und Schankanlage noch nicht berücksichtigt.

Für die Notsicherung des Fochtnerstadls musste der Markt etwa 110 000 Euro aufbringen. Bei einer reinen Stadlnutzung entstünden Kosten von etwa 180 000 Euro, bei der Alternative mit saalähnlichem Charakter 240 000 Euro. Um diese Frage geht es beim Bürgerentscheid.

Auf eine Anfrage hin teilte der Rathauschef mit, dass der Lanzenrieder Kirchenweg im Lauf des Frühjahrs als Feld- und Waldweg hergerichtet wird. Bezahlt werde das aus Mitteln für Manöverschäden.

Gute Aussichten habe der Markt in den nächsten Jahren auf einen Ausbau der Staatsstraße von Schmidmühlen nach Burglengenfeld. Allerdings werde das nur in Teilabschnitten geschehen. Ein erster Schritt wird der Ausbau des Stücks vom Kreisel am Ende der Schmidmühlener Straße in Burglengenfeld bis zum Weiler Straß sein.

Bürgermeister Peter Braun informierte über eine Reihe von Übungen der amerikanischen Streitkräfte im Truppenübungsplatz Hohenfels. Teilweise kämen dabei Hubschrauber und Düsenflugzeuge zum Einsatz. Es sei jederzeit möglich, sich bei Beschwerden über Fluglärm direkt an die US-Army zu wenden: "Der Telefonanschluss unter der Rufnummer 09 472/83 2814 ist rund um die Uhr besetzt." Hier haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Sorgen in Bezug auf Fluglärm loszuwerden.

Braun lud die Bürger für Samstag, 14. März, von 13 bis 15 Uhr zu einem Ortstermin beim Fochtnerstadl ein. Vertreter des Architekturbüros Michael Dittmann aus Amberg beantworten Fragen.
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