Vögel plündern den Jerglerweiher, Nager beschädigt dort den Damm - Jahreshauptversammlung des ...
Besorgt wegen Kormoran und Biber

Neu gewählt wurde die Führungsriege des Schmidmühlener Fischereivereins um Vorsitzenden Josef Deml (Zweiter von rechts). Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
23.01.2015
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Der Fischereiverein in Schmidmühlen besitzt zahlreiche Gewässer - oder hat diese angepachtet. Mit Sorge beobachten die Verantwortlichen den Jerglerweiher bei Ebermannsdorf. Darauf machte Vorsitzender Josef Deml bei der Jahreshauptversammlung aufmerksam.

Mitgliederzahl stabil

Rechenschaftsberichte, Ehrungen und Neuwahlen standen auf der Tagesordnung der Zusammenkunft, an der 113 Mitglieder teilnahmen. Der Verein zählte zum Jahreswechsel 178 Aktive (2014: 154), 83 (86) Passive und 33 (31) Jugendliche, wie dem Bericht des Vorsitzenden zu entnehmen war. Deml erinnerte darin auch an zahlreiche Veranstaltungen. Erfreulich viele Besucher hätten die Fischer beim Marktfest gehabt. Durchaus besser dagegen hätte die Beteiligung beim Königsfischen und beim Fischerfest sein können, meinte der Vorsitzende. Er hoffe, dass das Interesse heuer größer ausfällt.

Dem Verein stehen zahlreiche Gewässer zum Angeln zur Verfügung. Neben den jährlichen Besatzmaßnahmen mit den weniger bekannten Arten wie Barbe oder Nase haben die Schmidmühlener Fischer im November auch einjährige Rutten angesiedelt. Damit, so Deml, versuche man, in unserer Region bedrohten Fischarten ein Überleben zu ermöglichen.

100 Prozent Erfolgsquote

Nach den sehr guten Erfahrungen der vergangenen Jahre wurden auch wieder 25 000 Bachforellen-Eier im Augenpunkt-Stadium an verschiedenen Stellen der Lauterach ausgebracht. Der Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung lief erstmals unter neuer Regie. Eine Erfolgsquote von erneut 100 Prozent bestätigte nach Demls Ansicht die Kompetenz der Ausbilder sowie die Bereitschaft der Neulinge, den Stoff zu lernen. Sorge bereite dem Verein zurzeit wieder der Jerglerweiher, berichtete der Vorsitzende: Nicht zum ersten Mal habe sich der Biber in den Damm gegraben. Dieser weise schon erhebliche Schäden auf. Hier werden nach Demls Einschätzung in diesem Jahr sicher zwei bis drei Arbeitseinsätze anfallen. Auch der Kormoran tue das Seine dazu. Deml geht davon aus, dass diese Vögel, die scharenweise den Weiher anfliegen, in den nächsten Wochen den Fischbestand dort massiv dezimieren werden.

Im Einzelnen informierte Josef Deml noch über verschiedene Pachtangelegenheiten und über den geplanten Bau eines Gebäudes zur Aufbewahrung der Geräte. Trotz enormer Investitionen hat der Verein gut gewirtschaftet: Dies ging aus dem Kassenbericht von Wolfgang Gottfried hervor. Positiv fiel auch der Bericht von Jugendleiter Richard Sander aus. 33 Mitglieder hatte im vergangenen Jahr die Jugendgruppe des Fischereivereins. Sechs Neuaufnahmen gab es, zwei Nachwuchs-Fischer, die 18 Jahre alt wurden, wechselten in die Erwachsenengruppe. Ein Erfolg war laut Sander wieder das Jugendzeltlager am Matthiassee. 18 Kinder und Jugendliche sowie neun Betreuer hätten dort drei interessante Tage erlebt. Gewässerwart Christian Kosel informierte über die Fangstatistik und Besatzmaßnahmen. Ein besonderes Anliegen im vergangenen Jahr war die Schaffung von Laich-Möglichkeiten für Forellen in Lauterach und Vils. Kosel mahnte auch zu einem umweltgerechten Verhalten an den Gewässern.
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