Von früh "oans" bis spät "oans"

Lokales
Schmidmühlen
14.02.2015
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Weltkulturerbe ist er noch nicht. Wohl aber ein echtes Erbstück: Der Hexenfasching von Schmidmühlen ist heuer zum 46. Mal gefeiert worden, angeführt von Martina Vierl, die diese Aufgabe von ihrer Mutter übernommen hat.

Am Freitag vor dem Faschingswochenende ziehen die Hexen in Schmidmühlen um die Häuser - von mittags um "oans" bis manchmal auch nachts um "oans". Auch gestern waren sie im Markt unterwegs, um sich hinter fantasievollen Masken und Bemalungen den nötigen Respekt zu verschaffen. Dass die selbstbewussten Damen überall zuvorkommend bedient oder gar hofiert werden, ist angesichts der geballten Hexenmacht selbstverständlich. Anlegen sollte man sich mit dieser Spezies an diesem Tag eher nicht. Etwa "ein Dutzend Einkehr-Stopps plus x" standen heuer auf dem Programm, erzählte Oberhexe Martina Vierl, begleitet von Faschingsprinzessin Julia Lamecker: "Und überall gibt es reichlich Besentreibstoff in den unterschiedlichen Mischungen."

Selbst bei den Hexen besteht Versicherungspflicht, darauf legt man in Schmidmühlen großen Wert. Damit alles in geregelten Bahnen abläuft, sind sie mit ihrem Beitrag über das Faschingskomitee haftpflichtversichert. Bisher ist zwar bis auf ein paar nächtliche Ausrutscher nichts passiert. Aber die hatten immer einen anderen Hintergrund, plauderte Martina Vierl lachend aus dem Hexen-Nähkästchen.

So wild sie auch aussahen: Es war ein lustiger und netter Hexenhaufen, den man gestern in Schmidmühlen erleben konnte.

Stationen waren unter anderem die Amtsräume von Bürgermeister Peter Braun im Oberen Schloss, Banken, Arztpraxis und dann zum späten Abend natürlich die schwarze Nacht beim Ochsenwirt mit den Staubigen aus Hohenburg und dem Hasenfuß.
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