Vorm Campen erst überlegen

Was muss ich alles beachten, wenn ich ein Zelt mit einfachen Mitteln aufbauen will? Christian Rudolf erklärte den Kindern Knotentechnik, Himmelsrichtung und die Wahl des richtigen Standorts. Bild: bö
Lokales
Schmidmühlen
28.08.2015
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Wie baue ich ein Zelt als Nachtquartier? Wie lege ich eine Feuerstelle an? Schmidmühlener Kinder wissen das jetzt ganz genau. Dank eines Outdoor- Erlebnisnachmittags, mal ganz ohne Mama und Papa.

(bö) Organisiert hatte dieses Ferien-Angebot der Heimat- und Kulturverein. Mit Christian Rudolf von der Wildnisschule Oberpfalz aus Rieden hatte er einen Experten verpflichtet, bei dem nicht nur das Outdoor-Erlebnis im Mittelpunkt stand, sondern auch die pädagogische Führung. Seine Wildnisschule ist schwerpunktmäßig auf das Gebiet des Naturparks Hirschwald und des Lauterachtales ausgerichtet: "Wir arbeiten mit dem Naturpark Hirschwald und dem Kloster Ensdorf hervorragend zusammen."

Wohin soll das Zelt?

Treffpunkt für die erlebnishungrigen Buben und Mädchen aus Schmidmühlen war der Tummelplatz auf dem Gelände des Theilberges in Schmidmühlen, gleich neben dem Golfplatzgelände. Anschaulich zeigte Rudolf ihnen, was man bei einer Trekking-Tour im Rucksack haben muss, um sich selbst versorgen zu können.

In Gruppen aufgeteilt, galt es zunächst, einen geeigneten Lagerplatz für einen Zeltaufbau zu finden. Dass das gar nicht einfach ist und es manche Regel zu beachten gilt, war für die Ferienkinder neu.

So musste das Zelt auf möglichst ast- und steinfreiem Untergrund so ausgerichtet werden, dass man darin bei einem starken Schauer nicht gleich im Wasser liegt: "Dies soll natürlich nicht unter dem größten Baum sein, denn bei Gewittern könnte sich dieser Standort als Nachteil erweisen, weil dort leichter der Blitz einschlägt", erklärte Rudolf.

Nur das, was man braucht

Die Entscheidung "Was nehme ich mit?" müsse man sich gut überlegen: "Ihr müsst nämlich alles im Rucksack mitschleppen" - da merke man ein paar Kilo Gewicht sofort. Deshalb lautete sein Rat: "Nur mitnehmen, was man unbedingt braucht."

Weitere Themen beim Outdoor-Tag waren Knotenkunde, Wasserfilter bauen und Kräuterkunde. Stockbrotbacken am Feuer fiel aus - weil wegen der anhaltenden Trockenheit die Waldbrandgefahr zu groß war.

Mit dazu gehörte auch eine Brotzeit - ohne gedeckten Tisch für Wurstsemmeln und Fruchtsaft. Stattdessen musste die zugeklappte Anhängerabdeckung herhalten. Noch ein Tipp des Fachmanns: "Man muss sich nur zu helfen wissen."

Zum Schluss machten die Kinder einen Rundgang durch die Lagerbereiche, um sich die eine oder andere Anregung für den Zeltbau daheim im eigenen Garten mitzunehmen. So verging die Zeit viel zu schnell, ehe die Muttis und Papas zum Abholen kamen.
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