Wettangeln ist hier tabu

Wenn der Fischereiverein Schmidmühlen vereint die Angel auswirft, dann tut er dies, um den Bestand zu analysieren. Die Besten werden trotzdem nebenbei gekürt - heuer waren dies (mit Auszeichnungen, von links) Lothar Neidl, Philipp Schwarzenberger und Rafael Resch, denen 1. Vorsitzender Josef Deml (rechts) und Vize Bernhard Dotterweich gratulierten. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
28.05.2015
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Das über viele Jahre weit verbreitete Wettangeln ist beim Fischereiverein Schmidmühlen tabu. Wenn seine Mitglieder vereint die Angel auswerfen, dann tun sie das, um den Bestand zu analysieren und Krankheiten zu erkennen.

Zum traditionellen Gemeinschaftsfischen trafen sich am Wochenende die Mitglieder. Dieses Hegefischen hat keinen Wettbewerbscharakter. Mit dem Fang werden zugleich auch der Fischbestand und Krankheiten erfasst. Einmal im Jahr bekommen die Aktiven dabei eine Antwort auf die Frage: "Welchen Erfolg hat unsere Arbeit am Gewässer?"

Königswürde vergeben

Wie beim Einzelfischen sind im Verein auch beim Gemeinschaftsfischen die Vorgaben zum Tierschutz hoch. Schon im Vorfeld hatte der Vorstand darauf hingewiesen, dass die Belange der Pflanzen und Tiere im und am Gewässer beachtet werden müssen. Selbstverständlich gilt dies auch in Bezug auf die allgemeinen Regeln der Fischereiausübung, insbesondere der Hege. Nicht zuletzt dient dies aber auch dem Zusammenhalt und Erfahrungsaustausch.

Einer Tradition bleibt man trotzdem treu: Wer den größten Fisch angelt, erhält die Königswürde. Verschiedene Fachverbände halten übrigens das Gemeinschaftsfischen auch in Zukunft für sinnvoll. Bei der aktuellen Aktion wurden der schwerste Fisch und die Gesamtmenge erfasst.

Mit dem Bestand sind die Mitglieder zufrieden. Ein Großteil der gefangenen Fische in der Vils und in den Weihern und Seen des Vereins waren gesunde Spiegel-, aber auch Schuppenkarpfen. Dazu gesellten sich Barsche, Forellen, Brachsen, ein Hecht und ein Aal. Fischerkönig wurde Lothar Neidl mit einem Spiegelkarpfen mit 8,5 Kilogramm. Den schwersten Fisch bei der Jugend angelte Philipp Schwarzenberger - einen Schuppenkarpfen mit 3,7 Kilogramm. Er wurde Gesamtsieger bei den Jugendlichen.

Die meisten Fische gingen Rafael Resch bei den Erwachsenen an den Haken. Insgesamt wurden knapp 80 Kilogramm Speisefisch gefangen.
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