Wildsau wühlt im Strafraum

Zum Glück war ein Auswärtsspiel angesagt. Spieler der D-Jugend schauten sich zusammen mit Jugendleiter Gerhard Härtl (Fünfter von links) an, wie mindestens ein Wildschwein in der Nacht zum Dienstag ihrem Trainingsplatz zugesetzt hat. Bild: fop
Lokales
Schmidmühlen
15.10.2014
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Bisher waren es hauptsächlich Landwirte, die Wildschwein-Schäden beklagten. Sie haben einen unerwarteten Mitstreiter bekommen: den SV Eintracht Schmidmühlen.

Der Trainingsplatz des SV Eintracht Schmidmühlen in der Hohenburger Straße wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag von mindestens einem Wildschwein arg mitgenommen. Diese Entdeckung musste am Nachmittag Vorsitzender Peter Fochtner machen. Er wollte die Plätze für anstehende Spiele präparieren.

Bisher hatten sich die Verantwortlichen vermehrt Sorgen wegen der Schäden von Wühlmäusen und Maulwürfen machen müssen. Jetzt ist jedoch eine Dimension erreicht, die Heimspiele kippen könnte. Die latente Gefahr, dass einmal so etwas passieren könnte, war den Vereinsfunktionären schon seit langem bewusst. Immer wieder hatten die für Schmidmühlen zuständigen Jagdpächter darauf hingewiesen, dass die Schwarzwildpopulation für sie ein ernsthaftes Problem darstelle. Deshalb wurden beispielsweise diverse Schutzmaßnahmen für Maisfelder getroffen. Doch Mais ist jetzt zunehmend abgeerntet und die Wildschweine suchen sich deshalb neue Futterplätze.

Fochtner stellt trotz des für ihn ärgerlichen Schadens unmissverständlich klar: "Den Jagdpächtern und den Jägern aus Schmidmühlen kann da mit Sicherheit kein Vorwurf gemacht werden. Die versuchen ihr Bestes." Trotzdem stehe der SV nun vor einem Problem. Der materielle Schaden halte sich zwar in Grenzen und der Ausfall des Trainingsgeländes treffe aktuell nur noch die Kleinfeldmannschaften.

Der Ausweichplatz

Dieses Spielfeld wurde aber bisher bei schlechten Witterungsbedingungen als Ersatz für den Hauptplatz genutzt. Pflichtspiele fanden dort zwar nur eher selten statt, aber bei extremer Witterung oder einer Häufung von Spielen (beispielsweise am kommenden Wochenende mit fünf Partien in zwei Tagen) war diese Ausweichmöglichkeit eine willkommene Gelegenheit, den A-Platz zu schonen. Ob der jetzt geschädigte Platz am Wochenende zur Verfügung steht, wird sich erst zeigen. Derzeit arbeitet der Verein mit Hochdruck an einer Wiederherstellung der Spielfläche und hofft, dass es sich um einen Einzelfall handeln möge.
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