Wildwochen:"Keiner sollte mehr nehmen als er braucht"
Stilvoller Auftakt

Nach dem Gottesdienst konnten die Kirchenbesucher die gelegte Jagdstrecke auch aus der Nähe betrachten. Bilder: bö (2)
Lokales
Schmidmühlen
28.10.2014
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Die Kirchenglocken von St. Ägidius, die Jagdhornbläser aus Burglengenfeld und der Männergesangverein Liederkranz Schmidmühlen sorgten am Wochenende für einen würdevollen Auftakt der 34. Wildwochen in Schmidmühlen mit der Hubertusmesse.

"Kulinarische Genüsse halten die Wildwochen in diesen Tagen bereit - verträgt sich dieser Lebenszyklus mit unserem Glauben?", hinterfragte Pfarrer Werner Sulzer. Wenn alles, was diese Welt ausmache, von Gott stamme, dann könne es nicht in seinem Sinne sein, sich einen Genuss aus der Natur zur verbieten: "Vorausgesetzt, wir gehen nicht darin auf und uns Menschen ist bewusst, dass diese herbstlichen Genüsse ein Teil der Schöpfung Gottes sind".

Die Hubertusmesse mit der Darbringung einer ausgewählten Jagdstrecke durch die Schmidmühlener Jäger ist laut Sulzer auch das Bekenntnis zum christlichen Glauben, zur Verantwortlichkeit der Menschen für den bewussten Umgang mit der Natur und den Wildtieren. Es sei auch das auferlegte Vermächtnis, dieses gesunde Miteinander sorgsam zu pflegen.

Sulzer betonte, das Leben sei ein einziges, großes Geschenk und der Großzügigkeit Gottes zu verdanken. Probleme gebe es immer dort, wo Menschen die Hausordnung vergessen. "Keiner sollte mehr nehmen, als er im Augenblick braucht" - das sei der richtige Umgang mit der Natur, sagte Sulzer. Wo immer mehr Menschen mehr für sich beanspruchten, als sie benötigen, wo sie zu bunkern beginnen, reiche es nicht mehr: "Nicht die Vorräte sind das Problem, sondern das Scheffeln und Horten."
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