Ausbau des Weinbergwegs abgesegnet
Marktrat will's lieber günstiger

Der Ausbau des Weinbergweges ist für dieses Jahr beschlossene Sache. Die Anlieger wurden bereits in einer Versammlung über das Vorhaben informiert. Jetzt geht es an die Ausschreibung. Bild: bö
Politik
Schmidmühlen
04.04.2016
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Noch in diesem Jahr soll der Ausbau des Weinbergwegs angepackt werden. Auch wegen der hohen Ausbaukosten ist der Marktgemeinderat allerdings von einem Vollausbau abgerückt. Stattdessen ist jetzt eine Oberflächenverstärkung vorgesehen.

Wasser läuft gleich mit


Dazu hat es inzwischen auch eine Anliegerversammlung gegeben, um die beiden Varianten darzustellen. Die Kosten eines Vollausbaus wurden auf etwa 130 000 Euro geschätzt.

Mit lediglich einer Abfräsung der Teerdecke und einer Oberflächenverstärkung kommt man dagegen mit knapp 40 000 Euro an umlagefähigen Kosten aus.

Mit dem Projekt wird auch gleich die Wasserleitung erneuert, sagte Bürgermeister Peter Braun: "Die Kosten dafür laufen in die Solidargemeinschaft der Wasserversorgung ein." Der Marktgemeinderat entschied sich einstimmig für die günstigere Ausbau-Variante mit der Oberflächenverstärkung. Kämmerer Manfred Schindler informierte die Räte über das Ergebnis der Ausschreibung für die Stromversorgung des Marktes: Mit der Bündelausschreibung habe man in Teilbereichen bis zu 40 Prozent einsparen können.

Metzgerei und Hofladen


Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen eine Verlängerung der Baugenehmigung von Johann Meiler aus Ofen für die Wiedererrichtung eines Schweinemast-Stalls. Zustimmung bekamen auch Kreszenz Steinbauer für den Neubau einer Garage sowie Johann und Martha Kern aus Eglsee für den Anbau einer Überdachung für Rinder an ein bestehendes landwirtschaftliches Gebäude.

Andreas Kern und Lisa Meierhofer können eine Wohnung auf einem bestehenden Nebengebäude errichten dort auch eine Metzgerei mit Hofladen einbauen. Grünes Licht gab es schließlich auch für den Antrag von Stefanie Krethlow und Reinhard Kopf aus Unteradlhof zum Abriss einer Scheune samt Nebengebäude.

Schotterrasen geplant


Marktgemeinderat Josef Popp sprach den schlechten Zustand des Pflasters in der Poststraße an. Um Auskunft über nicht geteerte Gehwegen im Baugebiet Emhof in der Zell bat Marktgemeinderätin Christine Werner. "Hier ist es so, dass der Schotterrasen wieder hergestellt werden soll", erklärte Bürgermeister Peter Braun.

Zu künftigen Lagerung der Gerätschaften des Obst- und Gartenbauvereins informierte der Gemeindechef, dass dieser sich nicht nach Nutzungsmöglichkeiten im Vereinsstadel erkundigt habe.

Zwei GroßübungenBei der US-Großübung Saber Junction 16, die sich teilweise auch im Bereich von Eglsee, Mühlberg, Höchensee und Pilsheim abspielt, springen am Dienstag, 12. April, ab 11 Uhr etwa 1000 Fallschirmjäger ab. Dafür werden teilweise kurzfristige Straßenabsperrungen nötig. An dem Training im Truppenübungsplatz nehmen etwa 5000 Soldaten aus 18 Nationen teil.

Wie Bürgermeister Peter Braun bekannt gab, plant die Army von Freitag bis Dienstag, 10. bis 21. Juni, noch eine Übung (Swift Response 16), die Teile Schmidmühlen einbezieht. Es handelt sich um eine Infanterie-Übung mit einem Fallschirmabsprung im Osten des Truppenübungsplatzes Hohenfels und taktischen Kolonnenbewegungen der Unterstützungskräfte. Die US-Armee hat sich noch nicht endgültig festgelegt, wo die Fallschirmjäger abspringen. Die Ausbildung läuft teilweise auch als Nachtübung mit 1900 Soldaten. (bö)


Der Markt kündigtKündigen wird Schmidmühlen seine Vereinbarung mit dem Tierschutzverein der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg- Sulzbach zur Aufnahme von Fundtieren.

Derzeit zahlt der Markt 50 Cent pro Einwohner jährlich an den Verein. Bei einem Weiterbau des Tierheimes in Amberg könnten nach Hochrechnungen etwa acht bis zehn Euro pro Einwohner als Umlage fällig werden.

Der Marktgemeinderat beschloss jetzt einstimmig, die bestehende Vereinbarung mit dem Tierschutzverein zum Jahresende zu kündigen. Schmidmühlen beabsichtigt, stattdessen im Tierschutzverein Schwandorf oder Regensburg Mitglied zu werden, um künftig dort eine Obhut für seine Fundtiere zu haben. (bö)
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