Flüchtlinge Thema für drei Abgeordnete
Hier ist die ganze Welt gefordert

Beim CSU-Kaffeeklatsch in Schmidmühlen informierten Bürgermeister Peter Braun, MdB Alois Karl (von links), Ortsvorsitzender Matthias Huger, MdB Barbara Lanzinger und MdL Harald Schwartz (von rechts) über aktuelle politische Themen. Bild: bö
Politik
Schmidmühlen
18.02.2016
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Überregionale Politik aus erster Hand: Die lieferten die drei Abgeordneten Barbara Lanzinger, Alois Karl und Harald Schwartz beim CSU-Kaffeeklatsch in Schmidmühlen. Ihre Themen reichten von Flüchtlingen bis zur Sicherheitskonferenz in München.

"Fit für die Zukunft" lautete das Motto bei dieser Infoveranstaltung. Beim traditionellen Kaffeeklatsch des CSU-Ortsverbandes sprachen die Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger (Amberg) und Alois Karl (Neumarkt) sowie Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (Kümmersbruck) politische Themen an, die derzeit die Bürger berühren.

Hochkarätiges Podium


Ortsvorsitzender Matthias Huger und Bürgermeister Peter Braun freuten sich, dass sie mit dem Trio diesmal das Podium im Trachtenheim besonders hochkarätig besetzen konnten. Miteinander reden, das sei nach wie vor die richtige Einstellung, unterstrich Barbara Lanzinger, gerade bei sozialen Themen, oder wenn es um Asylbewerber und Flüchtlinge gehe. Täglich kämen Tausenden über die Balkanroute nach Bayern: "Die Welt ist ganz schön aus den Fugen geraten", sagte Lanzinger. Die Frage sei nun: Hält Europa zusammen? Das sei jetzt die große Sorge der Menschen im Land.

Lanzingers Thema war aber auch die Sorge um Handwerk und Mittelstand. Die CSU sei christlich und sozial eingestellt, aber ausnutzen lassen wolle sie sich nicht. Bei der Lösung des Flüchtlingsstromes sei nicht nur Europa gefordert, sondern die ganze Weltgemeinschaft. Allein im Januar sind laut Lanzinger knapp 100 000 Menschen neu nach Bayern gekommen - etwa 70 Prozent von ihnen Männer.

Die Abgeordnete merkte kritisch an, wenn Europa dieses Problem nicht bewältige, müssten wieder nationale Lösungen her. Alois Karl informierte über die laufenden Haushaltsverhandlungen im Bundestag - nicht zuletzt auch mit einem Blick auf die Finanzierbarkeit der vielen Aufgaben, die auf Deutschland hereinbrechen.

Er selbst habe sich in den vergangenen Monaten auf einer Reise durch Jordanien, den Libanon und die Türkei ein Bild davon machen können, wie es in den Flüchtlingslagern zugeht: "Einfach katastrophal, kann man da nur sagen." Und: "In diesen drei Ländern warten noch gut und gerne etwa zehn Millionen Menschen, die nach Europa wollen." Dazu kämen weitere vier Millionen in Ägypten und Marokko.

Harald Schwartz mahnte zur Sachlichkeit bei all diesen Themen - auch wenn sie die Menschen berührten und trotz aller Hilfeleistungen aus der Bevölkerung. "Wir wollen den Menschen helfen, denen es schlecht geht, wir können aber nicht der ganzen Welt helfen", betonte er.

Egal, ob nun mit Obergrenze oder nicht: "Wir wollen kontrollieren, wer zu uns kommt. Es muss uns aber auch klar sein, dass wir nicht unbegrenzt aufnehmen können", machte Schwartz deutlich: "Da wird es auch die eine oder andere harte Entscheidung geben müssen."

Bürger-Info geplant


Bürgermeister Peter Braun merkte dazu noch an, dass es am Freitag, 11. März, in Schmidmühlen eine Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge und Asylsuchende in Zusammenarbeit von Gemeinde, Kirche und Politik geben wird. Genaueres dazu werde noch bekanntgeben.
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