Hauptversammlung der CSU Schmidmühlen
Unmut über „Säbelrasseln“

CSU-Ortsvorsitzender Mathias Huger, MdB Alois Karl (von links) und Bürgermeister Peter Braun (rechts) zusammen mit CSU-Urgestein Josef Mäckl, der für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Bild: pop
Politik
Schmidmühlen
07.06.2016
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Zur kommenden Bundestagswahl bringen sich bei der CSU im Amberg-Sulzbacher Land und in Neumarkt einige Kandidaten in Stellung. Dies war aber nicht das Thema bei den Christsozialen in Schmidmühlen. Es ging um die Bilanz der eigenen Politik.

Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder (derzeit 36) des CSU-Ortsverbandes im Gasthaus Lindenhof. "Der Altersdurchschnitt beträgt derzeit 55 Jahre", so Ortsvorsitzender Mathias Huger. Drei Mitgliedern konnte man zu einem runden Geburtstag gratulieren. Darüber hinaus wurden zahlreiche örtliche sowie regionale Veranstaltungen und Termine der CSU wahrgenommen. Ferner fand erstmals ein Treffen der Ortsvorsitzenden des Unteren Vilstals statt.

Wichtige Punkte


Eine der wichtigsten Veranstaltungen im Terminkalender der CSU Schmidmühlen ist nach wie vor die zweitägige Klausurtagung, betonte Huger. Die wesentlichen Punkte auf der Agenda waren im vergangenen Jahr unter anderem die Sanierung der Friedhofsmauer und des Hammerschlossstadels (Fochtnerstadls) sowie die Ausweisung eines neuen Baugebietes und der Bau eines Mehrgenerationenplatzes an der Hohenburger Straße.

"Ein voller Erfolg waren", so Huger weiter, "im vergangenen Jahr die beiden Fahrten zum Oktoberfest nach München sowie die dreitägige Informationstour nach Berlin Anfang November. Im Februar dieses Jahres fanden wieder die beiden traditionellen gesellschaftlichen Veranstaltungen statt. Zum einen war dies die Schwarze Nacht im Fasching und zum anderen unser Kaffeeklatsch in der Fastenzeit mit gleich drei Parlamentariern."

In seiner Ansprache gratulierte der Bundestagsabgeordnete Alois Karl zunächst den langjährigen Mitgliedern, die in den vielen Jahren als verantwortungsvolle Parteifunktionäre oder als kommunale Mandatsträger einen wichtigen Beitrag zur steten Aufwärtsentwicklung der Oberpfalz und Bayerns geleistet haben. "Die Entwicklung Bayerns in den letzten Jahrzehnten ist enorm", bilanzierte Karl. Bayern habe sich von einem Agrarstandort zu einem Technologiestandort "allererster Klasse" entwickelt. "Und mit oben an steht die Oberpfalz."

Alois Karl ging auch auf die Bundespolitik ein. "Es gab und gibt viele Krisen zu bewältigen, die dank der Bundeskanzlerin Angela Merkel auch bewältigt wurden." Natürlich bleiben der Konflikt in der Ukraine oder Syrien auf der Tagesordnung. Und damit auch das Thema Flüchtlinge in Bayern. Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich optimistisch, dass alle Krisen und aktuellen Aufgaben auch entsprechend gelöst werden können.

Thema Flüchtlingspolitik


Den Grußworten schloss sich eine durchaus kontroverse Diskussion zu verschiedenen Themen, insbesondere auch zu den Themen Flüchtlings- und Sicherheitspolitik an. Dabei stießen aktuelle militärische Übungen der Nato im Bereich Osteuropas auf wenig Gegenliebe der Schmidmühlener CSU-Mitglieder. Ob das derzeitige "Säbelrasseln" zur Entspannung und Friedenssicherung beitragen soll, erschloss sich nicht allen anwesenden Mitgliedern. Es sorgte durchaus für großes Unbehagen. Abschließend informierte Bürgermeister Peter Braun über die aktuelle Gemeindepolitik.

Ehrungen und DelegierteNeben den Rechenschaftsberichten standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung.

Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden Karl Fochtner (18 Jahre Marktrat, 6 Jahre 2. Bürgermeister, 12 Jahre Kreisrat), Peter Fochtner (6 Jahre Marktrat, Ortsvorsitzender, Jugendbeauftragter) sowie Martin Spies (12 Jahre Marktrat) geehrt. Seit 50 Jahren ist Gründungsmitglied Josef Mäckl Mitglied bei der CSU in Schmidmühlen. Er erhielt die entsprechende Ehrenurkunde.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl von drei Delegierten und drei Ersatzdelegierten in die besondere Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl. Als Delegierte wurden Peter Braun (Ersatzdelegierter Hans Edenharter), Paul Böhm (Martin Spies) und Mathias Huger (Eva Eichenseer) einstimmig gewählt. (pop)
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