Mit dem Schmidmühlener Feuerwehrhaus hat es noch Zeit
Wehr bremst wegen Jubiläum

Leerstände sollen beim Entwicklungskonzept ebenfalls auf ihre weitere Verwendung untersucht werden. Das betrifft etwa auch den ehemaligen Zehentstadel beim Rathaus. Bild: pop
Politik
Schmidmühlen
04.10.2016
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Beim Feuerwehrgerätehaus gibt es drei Möglichkeiten: Teilabriss, Komplettabriss oder Generalsanierung mit Erweiterung - bis 2020 soll Gewissheit herrschen. Das alte Wohngebäude links hat der Markt bereits angekauft. Bild: pop


Das KonzeptFür das Ortsentwicklungskonzept Schmidmühlen sind vier Phasen vorgesehen:

1. Bestandsaufnahme

Mit Startbesprechung, Kick-Off, Kartierungen, Erhebungen, Haushaltsbefragung.

2. Analyse - Stärken, Schwächen, Potenziale

Ortsräumliche Themen werden als Qualitäten und Mängel beschrieben und dargestellt.

3. Strategiephase - Ziele, Maßnahmen

Diese Phase ist geprägt durch die Beteiligung der Bürger. Am Ende sollen die vom Planer erarbeiteten Ziele mit der Bürgerschaft abgestimmt sein.

4. Handlungskonzept - Leitbild, Rahmenplan, Implementierung

Hier werden das Leitbild und der Masterplan entwickelt und schrittweise bis hin zu konkreten Maßnahmen verfeinert.

Mit einem Entwicklungskonzept will der Markt Schmidmühlen zukunfts- sowie zuschussfähig werden. Dabei sind allerdings auch die Bürger gefragt und gefordert.

Davor stand freilich die Feuerwehr auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates. Die beiden neugewählten Kommandanten der Schmidmühlener Wehr, Jürgen Ehrnsberger und Mathias Huger, wurden einstimmig bestätigt.

Einem Antrag zum Neubau eines Gerätehauses war ein Schreiben beigelegt, in dem die Feuerwehr auf den baulichen Zustand des Gebäudes verweist, das knapp 40 Jahre alt ist. Es bestehe enormer Renovierungsbedarf, zudem entspreche das Gerätehaus in vielen Bereichen nicht mehr den Normen und Vorschriften.

Nicht vor 2020


Der Marktrat hatte sich schon im Vorfeld bei einer Besichtigung über den Zustand des Gerätehauses informiert und auch bereits gehandelt. So wurden im Umfeld des Gebäudes Grundstücke erworben, um Handlungsspielraum für weitere Investitionen zu bekommen. Das Haus könnte komplett oder nur zum Teil abgerissen werden. Auch ein Anbau mit Generalsanierung wäre eine Option. Die Entscheidung fällt in den nächsten beiden Jahren. Ausschlaggebend dafür wird eine Stellungnahme von Kreisbrandrat Fredi Weiß und des Architekten sein. Eine Realisierung sollte dem Antrag der Feuerwehr entsprechend nicht vor 2020 erfolgen, da der Verein mit der Vorbereitung des 150-jährigen Bestehens im Jahr 2020 vollauf beschäftigt ist.

Bei einem weiteren Großprojekt, der Sanierung des Schlossstadels des Hammerschlosses, sollen im Frühjahr 2017 die Bauarbeiten beginnen. Die Sanierung soll im Herbst 2018 abgeschlossen sein. Den Finanzierungsplan segnete der Marktrat ab. Man geht von Gesamtkosten in Höhe von 1,37 Millionen Euro aus. An Zuschüssen sind eingeplant: Entschädigungsfonds 310 000 Euro, Bayerische Landesstiftung 100 000 Euro, Bezirk Oberpfalz (Stärkung der Eigenmittel) 60 000 Euro, Städtebauförderung 576 000 Euro; dazu Eigenmittel der Gemeinde in Höhe von 322 000 Euro. Ebenso die Zustimmung des Gremiums erfuhr der Finanzierungsplan des Vereinsstadels, der im Hammerschloss-Areal gebaut werden soll. Die Gesamtkosten sind mit 150 000 Euro angesetzt, die Eigenleistung durch die Vereine, die den Stadel nutzen, mit knapp 60 000 Euro.

Breiten Raum nahm im Zusammenhang mit dem Thema Städtebauförderung die Information über den Sachstand im Programm Soziale Stadt ein. Um beispielsweise die Sanierung des Hammerschlossstadels oder den Bau des Mehrgenerationen-Spielplatzes realisieren zu können, braucht der Markt ein Ortsentwicklungskonzept zum Förderprogramm Soziale Stadt. Bürgermeister Peter Braun informierte über die Kriterien.

Ein anderes Programm


hat in den letzten Jahren viele Projekte mit Unterstützung aus Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt. Veränderte Rahmenbedingungen machen es nun erforderlich, sich mit den zukünftigen Projekten im Programm Soziale Stadt um Fördermittel zu bemühen. In diesem Zusammenhang wurden bereits Vorarbeiten geleistet, wie etwa die Erstellung einer Gestaltungsfibel.

Ziel des Ortsentwicklungskonzeptes ist es, lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Untersucht wird bei diesem Konzept nicht nur der Hauptort, sondern auch alle Ortschaften innerhalb des Gemeindegebietes. Inhaltlich werden insbesondere folgende Felder betrachtet: Wohnen und Wohnumfeld, soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur, Schule und Bildung, Gesundheitsförderung, Umwelt und Verkehr, Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen, lokale Ökonomie, Stadtteilkultur, Sport und Freizeit sowie Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit.

Unter den Bauanträgen wurde einer des Landesbundes für Vogelschutz genehmigt: Er will im Ziegelweg einen Fledermausturm bauen.
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