Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun wehrt sich gegen Pläne der Bundesanstalt
Nicht näher an Ortskern

Bürgermeister Peter Braun aus Schmidmühlen wehrt sich dagegen, dass die militärischen Sperrschilder näher an den Ortsrand heranrücken. Bild: bö
Politik
Schmidmühlen
05.10.2016
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"Wir wollen nicht, dass die Grenze des Truppenübungsplatzes Hohenfels näher an den Ortskern von Schmidmühlen heranrückt." Bürgermeister Peter Braun sprach sich dagegen aus, den Sperrbereich in der Nähe der Grundschule und einer Wohnsiedlung zu erweitern.

Braun formulierte seine Meinung zum Ansinnen der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima), ein gut 20 000 Quadratmeter umfassendes Grundstück im Bereich des Schlegelgrabens in Schmidmühlen dem Truppenübungsplatz zuwidmen zu wollen, deutlich. Eigentümer ist der Bundesforst, doch das Areal liegt jetzt außerhalb des militärischen Sperrgebietes des Übungsplatzes Hohenfels.

Belange beider Seiten


Es geht um Flächen in Schmidmühlen, ein kleines Stück in Allersburg sowie um Grundstücke bei Hörmannsdorf, Prönsdorf, Reichertswinn und Velburg (alle Kreis Neumarkt). Wie der Bürgermeister bei der Runde des deutsch-amerikanischen Verbindungsausschusses, einem Treffen der Bürgermeister der Übungsplatzrandgemeinden mit den US-Militärs aus Hohenfels, in Dietldorf bekanntgab, hat sich der Marktgemeinderat einstimmig gegen eine Umwidmung der Liegenschaft des Bundesforstes hinein ins militärische Sperrgebiet ausgesprochen.

"Wir möchten, dass der jetzige Zustand erhalten bleibt und das Grundstück des Bundesforstes nicht dem militärischen Sperrgebiet zugeschlagen wird." Wie von Braun auf Nachfrage zu erfahren war, hat er bereits mit dem Leiter des Bundesforstamtes, Dr. Markus Perpeet, darüber gesprochen, dass Schmidmühlen diesen Grund gerne erwerben möchte.

Auch Velburgs Bürgermeister Bernhard Kraus hatte sich bei dem Treffen zu Wort gemeldet, denn seine Stadt sei ebenfalls betroffen. Für ihn gilt es, die Belange beider Seiten einzubringen, merkte er zum Ansinnen der Bima an, rund um den Übungsplatz etwa 33 Hektar dem militärisch genutzten Areal zuzuschlagen. Sein Vorschlag war, dass bei einer etwaigen Trennung von Einzelflächen aus diesem Paket die betroffenen Kommunen ein Vorkaufsrecht eingeräumt bekommen sollen. Dr. Perpeet erläuterte zum Liegenschaftsangebot der Bima an die Amerikaner, dass von diesen knapp 33 Hektar lediglich für 18 eine militärische Nutzung angedacht sei. Etwa 10 Hektar an den beiden Toren in Schmidmühlen und Hörmannsdorf würden als Sicherheitspuffer dienen, rund 4 Hektar kämen für die Abrundung der Liegenschaftsgrenze in Frage.

Abgeordnete sollen helfen


Wie Perpeet erläuterte, gehören alle Flächen dem Bund. Sie liegen an der Übungsplatzgrenze. Es sehe so aus, merkte der Sprecher an, dass ohne US- oder Bundesbedarf die Flächen verkauft werden sollen. Hier wolle der Bundesforst eine Umwidmung für die Nutzung durch die Amerikaner in die Wege leiten. Eigentümer bleibe der Bund. Die Bima übernehme die Kosten für die Schutzwaldentwicklung. Wie in der Sitzung zu hören war, hat Bürgermeister Braun für seine Gemeinde die Abgeordneten gebeten, sich dafür einzusetzen, dass für Schmidmühlen der Status quo erhalten bleibt.
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