Die Lauterach als Müllhalde
Sackweise Müll im Triebwerk

Leere Katzenfutterdosen der Marke Cachet und Rotweinflaschen stinken gewaltig. Claus Eschbach aus Adertshausen hat jetzt die Aufgabe, das "Treibgut" unvernünftiger Mitbürger zu entsorgen.
Vermischtes
Schmidmühlen
22.07.2016
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Sackweise werden sie angeschwemmt: Im Wasserkraftwerk in Adertshausen landen regelmäßig leere Katzenfutter-Dosen. Ganz abgesehen davon, dass sie da nicht hingehören: Sie stinken erbärmlich.

Große Fische hat Triebwerksbesitzer Claus Eschbach aus Adertshausen in den vergangenen Wochen nicht an Land ziehen können. Stattdessen kamen reichlich blaue Müllsäcke in seinem Triebwerk an: Treibgut, vollgestopft mit stinkenden Katzenfutter-Dosen der Marke "Cachet". Als Beigabe mit eingepackt waren leere Rotwein-Flaschen des unteren Preissegments.

Wie Triebwerksbesitzer Claus Eschbach Bürgermeister Florian Junkes erzählte, hat dieser Müllfrevel bereits im Februar begonnen. Jetzt allerdings hätten sich die - zunächst sporadischen - Anschwemmungen gehäuft: In den vergangenen Wochen seien drei große Müllsäcke mit leeren Dosen und Flaschen an seinem Triebwerk gelandet. Man braucht gar nicht nah hingehen, um festzustellen: Die Futterreste in den Dosen stinken gewaltig. Bürgermeister Florian Junkes stinkt dieser Umweltfrevel auch.

Der Anblick ist nicht minder widerlich: In den Dosen mit den Futterresten haben sich auch Maden angesiedelt. "Das ist eine Sauerei, die ihresgleichen sucht", darin stimmt Junkes dem Triebwerksbesitzer zu. In die Lauterach können die Müllsäcke nur unterhalb von Hohenburg geworfen worden sein, schlussfolgern beide.

Der Triebwerksbesitzer hat inzwischen das Wasserwirtschaftsamt verständigt und war bei der Gemeinde. Eines ist ihm aufgefallen: Die Katzenfutter-Dosen sind immer von derselben Marke "Cachet". Man müsse sich schon fragen, warum der oder die Unbekannte nicht den Wertstoffhof in Hohenburg benutzt: Dort gibt es Container, in denen noch reichlich Platz für die vielen Dosen und Weinflaschen wäre.

Aber es gebe wohl immer wieder Mitbürger, die meinten, dass ihnen die Natur alleine gehört und sie ihren Dreck überall entsorgen können, schlussfolgern die beiden. Solche Leute könne man nur als Saubären bezeichnen. Claus Eschbach hat jetzt die schöne Aufgabe, die stinkenden Dosen und Flaschen nach Hohenburg in den Wertstoffhof zu bringen.
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