Feuerwehr- und Schützenhaus Emhof vor Fertigstellung
Sehnsucht nach der Eröffnung

Auch die Pflasterarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Bilder: pop (2)
Vermischtes
Schmidmühlen
21.08.2016
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Der neue Aufenthalts- und Ausbildungsraum der Feuerwehr.

Nach rund zweieinhalb Jahren ist beim Bauprojekt der Feuerwehr Emhof ein Ende in Sicht. Die letzten Arbeiten sind bereits in Angriff genommen. Die Aktiven müssen noch rund fünf Wochen durchhalten, dann sind die Arbeiten offiziell abgeschlossen.

Emhof. Nach vielen tausenden Handgriffen ist das Projekt der Feuerwehr Emhof auf die Zielgerade eingebogen: Am Samstag, 24. September, wird das erweiterte und rundum sanierte Gerätehaus den kirchlichen Segen erhalten. "Das Programm steht, die kirchliche Weihe wird Pfarrer Helmut Brügel von der Pfarrei St. Josef in Burglengenfeld übernehmen", verkündete nun Vorsitzender Christian Singer.

Ein goßes Dorffest


Auftakt wird um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Jakobus sein. Kirchenzug, Gottesdienst und das anschließende gemütliche Beisammensein werden von der Blaskapelle aus Dietldorf gestaltet. Nach dem Gottesdienst erfolgt der Rückmarsch und gegen 15 Uhr die Einweihung mit einem kleinen Festakt. Neben den Vilstalschützen aus Emhof werden die Feuerwehren aus Schmidmühlen, Winbuch, Dietldorf, Rohrbach, Adertshausen, Pilsheim, Lanzenried, Vilshofen und Rieden eingeladen.

Eingeladen sind natürlich auch die Bevölkerung und alle Helfer und Sponsoren, um sich ein Bild von den geleisteten Arbeiten zu machen. Das Urteil, das man in knapp einem Monat fällen kann, steht eigentlich jetzt schon fest. Mit dem erweiterten Gerätehaus ist sicher ein durchdachter und optisch gefälliger Funktionsbau entstanden, der für die nächsten Jahrzehnte optimale Voraussetzungen für die Feuerwehr bieten wird. Aktuell stehen noch Restarbeiten im Aufenthalts- und Ausbildungsraum im Dachgeschoss an.

Die Größe des neuen Aufenthalts- und Ausbildungsraumes beträgt etwa 100 Quadratmeter. Diese Kosten trägt ausschließlich der Feuerwehrverein. Vorsitzender Singer schätzt die Gesamtkosten auf mehr als 10 000 Euro. Eingebaut wurden im Dachgeschoss zudem eine kleine Teeküche und eine Theke. Wie am gesamten Gebäude wurden alle Arbeiten in Eigenleistung erledigt: Einbau von Heizung und Lüftung, Isolierung, Holzarbeiten, Elektro- und Verputzarbeiten und schließlich noch die Verlegung des Fußbodens.

Schützen zuerst fertig


Das Nebengebäude wurde ebenfalls verputzt und steht vor der Fertigstellung. An diesem Nebengebäude hat sich der Stammtisch "Nachschwärmer Emhof" mit 1000 Euro beteiligt. Begonnen hat das Projekt im Frühjahr 2014. Kurz nach der Baugenehmigung starteten nicht nur die Mitglieder der Feuerwehr mit den Arbeiten, sondern auch die Schützen. Denn im Untergeschoss des Gerätehausanbaus haben die Vilstalschützen eine neue Bleibe gefunden. Hand in Hand haben die beiden Vereine bei ihrem Projekt zusammengearbeitet. Im Februar 2015 waren dann die Vilstalschützen (fast) fertig und der Schießstand wurde durch den Sachverständigen abgenommen. "Das Feuerwehr- und Schützenhaus ist ein echtes Schmuckstück und ein Blickfang im Vilstal", so urteilte damals der Sachverständige, Heiner Fraunholz aus Amberg. "Mit dem Innenausbau haben wir im Januar 2016 begonnen", berichtete Feuerwehr-Vorsitzender Christian Singer. "Seitdem haben wir jede Woche oft an mehreren Tagen gearbeitet. Das war doch eine enorme Belastung für viele Aktive, denn neben den Ausbauarbeiten stand noch das normale Vereins- und Übungsprogramm an."

HistorieDie Geschichte und Entwicklung der Feuerwehr Emhof im Telegrammstil:

Die erste Erwähnung ist im königlichen Bezirksamt Burglengenfeld dokumentiert. Am 30. November 1870 fand eine Auslosung statt, nach der für die zugehörigen Gemeinden des Bezirks Feuerwehrspritzen angeschafft wurden. Emhof zog den 29. von 53 Plätzen.

Somit musste eine Feuerwehr gegründet und ein Spritzenhaus gebaut werden. 1873 wurde das Bauvorhaben genehmigt.

1957 brach für die Feuerwehr das Zeitalter der Motorisierung an. Die alte "Feuerwehrhütte" war den Anforderungen längst nicht mehr gewachsen. Ein neues Haus musste her, in dem nun auch ein Auto Platz fand.

Das Feuerwehrhaus wurde 1975 fertiggestellt und eingeweiht. Der Anhänger wurde 1975 im Tausch gegen das gebrauchte Löschfahrzeug der Feuerwehr Schmidmühlen zurückgegeben.

Im Jahr 2000 wurde damit begonnen, das Feuerwehrhaus zu modernisieren. Nachdem die Ausrüstung immer umfangreicher wurde, entschloss man sich zum Erweiterungsbau. 2013 gab der Marktrat für dieses Projekt grünes Licht. (pop)


Das war doch eine enorme Belastung für viele Aktive, denn neben den Ausbauarbeiten stand noch das normale Vereins- und Übungsprogramm an.Feuerwehr-Vorsitzender Christian Singer
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