Heimat- und Kulturverein plant neu
Wildwochen nun Sache der Wirte

Vermischtes
Schmidmühlen
11.02.2016
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Eine umfangreiche Tagesordnung hatten die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins bei ihrer Jahreshauptversammlung abzuarbeiten. Dazu gehörte auch eine wichtige Veränderung bei den Wildwochen.

In fünf Vorstandssitzungen und einer Mitgliederversammlung wurden die Weichen für das Vereinsjahr gestellt. Der Verein hat 158 Mitglieder, nach einem Austritt im vergangenen Jahr. Mit dem langjährigen Vorstandsmitglied Hans Rubenbauer (einst stellvertretender Wanderwegewart und im Arbeitskreis Marktfest-Organisation sowie im heimatkundlichen Arbeitskreis) und Heiner Metzger (Initiator der Konzerte im Hammerschloss) sind zwei langjährige Stützen des Vereins gestorben.

Vorsitzende Eva Eichenseer blickte auf zahlreiche Veranstaltungen zurück. Den Anfang machte eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Trachtenverein und der Volkshochschule Amberg-Sulzbach zur zweiten Auflage der Wirtshausgespräche. Drei Konzerte standen auf dem Programm sowie das Puppenspiel Nathan, der Weise.

Übungsplatz ein Magnet


Echte Renner waren die 35. Wildwochen und das Eselrennen zum Marktfest, veranstaltet mit dem Markt Schmidmühlen. Zum Besuchermagneten wurde zudem die Fahrt in den Truppenübungsplatz Hohenfels mit drei Bussen und rund 150 Gästen. Ihr Ziel war Enslwang, wo nach 77 Jahren wieder einmal eine Kirwa samt Baumaufstellen gefeiert wurde. Ermöglicht hatten dies die US Army, der Markt, die Reservistenkameradschaft und die Kirwapaare.

Zum mittlerweile dritten Mal organisierte der Kulturverein mit Jägern, den Bayerischen Staatsforsten, dem Bundesforst Hohenfels, Fischern und Imkern eine Ausstellung im Hammerschloss zum Thema Wild und Wald, Fische und Bienen rund um den Naturpark Hirschwald. Knapp 1000 Besucher kamen, darunter viele Schulklassen, die sich von Experten über Ökologie, Flora und Fauna informieren ließen.

Kulturverein steigt aus


Bisher bot der Kulturverein den Wildwirten eine Basis für die Organisation dieser Wildwochen. Dies wird aber heuer nicht mehr der Fall sein: Der Verein zieht sich aus der Rahmenorganisation zurück, so hat es die Führung beschlossen. Die Koordination und Konzeption wird künftig den Gastronomen überlassen. Die Wildwochen würden sicher auch so gut weiterlaufen, waren sich die Mitglieder sicher. Mit dabei war der Kulturverein auch beim Ferienprogramm mit vier Veranstaltungen, die gut angenommen wurden. Positiv fiel der Kassenbericht von Conny Schmidt aus. Nach wie vor fänden die Veranstaltungen des Kulturvereins ein großes Interesse, lobte Bürgermeister Peter Braun. Er ermunterte den Verein, an seinen Klassik-Konzerten festzuhalten.

Wanderungen nach wie vor gefragtDie Wandersaison hat schon begonnen - mit einer Wintertour, die auf große Resonanz stieß. Dies ging aus dem Bericht von Wanderwegewart Peter Fochtner sen. hervor. Ein Spaziergang durch den Naturpark entlang der Lauterach fand ebenfalls großen Anklang.

40 Interessierte machte im späten Frühjahr mit dem Kulturverein und mit Isabel Lautenschlager vom Naturpark Hirschwald einen Ausflug, bei dem es viel Wissenswertes über Landschaft, Natur und die landwirtschaftliche Nutzung früherer Tage gab. Genauso gefragt war die Tour nach Winbuch, eine Wanderung "Unter weiß-blauem Himmel". Bei dieser Reihe des Landkreises ist der Verein schon von Anfang an dabei. In Winbuch öffnete die ehemalige Dorfschmiede ihre Pforten zum Tag des offenen Denkmals. Der Kulturverein organisierte auch hierzu einen Spaziergang, bei dem über 30 Teilnehmer dabei waren.

Einziger Wermutstropfen in Fochtners Bericht war der Hinweis auf sein vorzeitige Ausscheiden aus dem Amt des Wegewarts. Gesundheitliche Beeinträchtigungen ließen seine Weiterarbeit nicht mehr zu, erklärte er. Einen Nachfolger werde er natürlich einarbeiten. Peter Fochtner übte dieses Amt seit 2003 aus. Für seine Arbeit dankte Vorsitzende Eva Eichenseer mit einem kleinen Präsent. (pop)


Heimatkünstler gesuchtEin Markenzeichen des Schmidmühlener Kultursommers waren über viele Jahre die Ausstellungen im Oberen Schloss und später im Hammerschloss. Heuer ist eine Neuauflage geplant. Heimatkünstlern, egal welchen Genres, bekommen die Gelegenheit, dabei ihre Arbeiten zu zeigen. Die Ausstellung im Hammerschloss soll im Juli stattfinden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Er wird noch mit dem Markt abgestimmt. Wer sich an dieser Schau beteiligen möchte, kann sich bei Eva Eichenseer, der Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins, informieren und auch anmelden. (pop)


Quasi una OperaBereits am Sonntag, 28. Februar, wird das Programm des Schmidmühlener Kulturvereins fortgesetzt. Dann gastiert das "erste kleine salonorchester" im Hammerschloss mit "Quasi una Opera". Zum Ensemble gehören Michael Weigert, Magdalena Weigert, Ulrich Gieseke, Aleksander Huber und Martin Hagmeier. Das Konzert beginnt um 16 Uhr (Einlass 15.30 Uhr). Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt sieben Euro. Der Vorverkauf läuft bei der Raiffeisenbank Unteres Vilstal und bei Wohnambiente Philbert. (pop)
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