In Schmidmühlen Geschichte geschrieben
VdK würdigt Josef Fertsch

VdK-Vorsitzender Karl Bauer (links), Bürgermeister Peter Braun (Vierter von links) und Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty (rechts) gratulierten den Jubilaren (dazwischen, von links) Max Schneider, dem neuen Ehrenvorsitzenden Josef Fertsch und Johann Rauch. Bild: pop
Vermischtes
Schmidmühlen
05.11.2016
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Es rührt sich wieder was beim VdK in Schmidmühlen. Die neuen Vorsitzenden Karl Bauer und Bernhard Tischler wollen mit ihrem Führungsteam die Basisarbeit mit neuem Elan fortsetzen. Dazu gab es nun erst einmal Kaffee.

Mit einem Kaffeekränzchen nahm der neue Vorstand seine Öffentlichkeitsarbeit auf. Bei dieser ersten Versammlung nach den Neuwahlen galt ein Blick der Statistik: 138 Mitglieder hat der VdK- Ortsverband. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 62,8 Jahren.

Jetzt Ehrenvorsitzender


Die neue Führungsriege hat es sich auf die Fahnen geschrieben, das Vereinsleben wieder mit Leben zu füllen. Bevor sie den Blick in die Zukunft richtete, galt das Interesse aber langjährigen Mitgliedern. Für 30-jährige Treue zum Verband wurden Johann Rauch und Max Schneider mit einer Ehrenurkunde geehrt. Höhepunkt war die Ernennung von Josef Fertsch zum Ehrenvorsitzenden. Jeder, der sich in der Vereinsarbeit in Schmidmühlen auskennt, weiß: Josef Fertsch hat Geschichte geschrieben. Dies bescheinigte ihm auch Bürgermeister Peter Braun.

Fertschs VdK-Vergangenheit reicht weit zurück, bis 1947: Damals wurde der Ortsverband beim Schmidbräu gegründet. Im Mitgliedsbuch von Josef Fertsch steht das Beitrittsdatum 1. Juni 1947. Sieben Jahrzehnte war er im Ehrenamt für den VdK tätig. Er begann als Kassier. Fertsch erinnerte sich: "Damals gingen die Wahlen rasch über die Bühne. Da wurde einfach bestimmt, wer welchen Posten zu übernehmen hat." Er selbst war 25 Jahre lang Vorsitzender. Im Dezember 2015 feierte Fertsch seinen 90. Geburtstag. Da sah er die Zeit gekommen, sein Amt in jüngere Hände zu geben. Doch auch als "Ruhestandsvorsitzender" ist sein Rat immer noch gefragt.

Peter Braun nahm die Ehrungen zum Anlass, auf die Notwendigkeit des Sozialverbandes hinzuweisen. Dieser weise auf die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich hin, die drohende Altersarmut oder den Pflegenotstand. Neben Gesetzen und Tarifen brauche die Gesellschaft im Wandel Menschen, die sich anderen zuwenden, ehrenamtliche Tätigkeit in Nachbarschafts- und Familienhilfe, sagte Braun. Er dankte allen VdK- Führungskräften für ihren Einsatz nach dem Verbandsmotto "Zukunft braucht Menschlichkeit".

Zuwachs mit Kehrseite


Unter dem Applaus aller Anwesenden überreichte Karl Bauer seinem Vorgänger die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden. Hierzu gratulierte auch Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty. Sie berichtete, dass der Kreisverband um 200 Mitglieder gewachsen sei - auf mehr als 8000 Mitglieder in 29 Ortsverbänden. Das sei erfreulich, könne aber auch als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass es soziale Unsicherheiten und Ängste gibt. Zum Ende der Versammlung referierte Wolfgang Hahn über soziale Rechte, Schwerbehindertenrecht, Hilfe zur Pflege, Pflegeheimunterbringung mit der Heranziehung unterhaltspflichtiger Kinder, Grundsicherung und Leistungen.
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