In Schmidmühlen haben die Ersthelfer seit Mai gut zu tun
50 Einsätze für First Responder

Praktische Übungen sind selbstverständlich wichtiger Bestandteil der Aus- und Weiterbildung der First Responder unter dem FFW-Dach. Bild: pop
Vermischtes
Schmidmühlen
25.08.2016
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Sie heißen First Responder. Auf Deutsch übersetzt man das am besten mit Ersthelfer und fügt das Adjektiv professionell hinzu. Denn das sind die ausgebildeten Kräfte auf jeden Fall, wie zum Beispiel auch die stattliche Zahl ihrer Einsätze in Schmidmühlen zeigt.

Seit fast vier Monaten gibt es sie dort unter dem Dach der Feuerwehr. Über mangelnde Arbeit brauchen sich die derzeit sechs Aktiven nicht beklagen. Bereits 50 Mal wurden sie seit 1. Mai zur Unterstützung des Notarztes oder der Besatzungen der Rettungswagen angefordert. Hinzu kommen außerdem Bereitschaften, wie zum Beispiel beim Marktfest, beim großen Priesterjubiläum von Pfarrer Georg Braun oder auch beim Pfingstturnier in Winbuch.

Volles Programm


Neben diesem vollen Terminkalender leisten die First Responder im Ernstfall qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Sie kümmern sich vor Ort um lebensrettende Sofortmaßnahmen; dazu zählen das Stillen von Blutungen und das Versorgen mit Sauerstoff bis hin zur Reanimation mit Frühdefibrillation. Weitere Aufgaben sind die Erkundung der gesamten Notfalllage und gegebenenfalls das Nachfordern weiterer Rettungsmittel. Für die Betroffenen wird dabei das versorgungsfreie Intervall verkürzt, da die im Marktbereich wohnenden First Responder schon nach kürzester Zeit eintreffen, bevor weitere Retter hinzustoßen.

Kurse in Notfallmedizin


Die First Responder werden bei einem Notfall automatisch durch die Integrierte Leitstelle Amberg zusammen mit dem Rettungsdienst alarmiert. Die Telefonnummer dafür ist die 112. Die sechs Kräfte in Schmidmühlen bestehen aus Mitgliedern der Feuerwehr, die speziell in der Notfallmedizin ausgebildet sind. Ihre bisher hohe Zahl an Einsätzen soll in den nächsten Monaten noch auf weitere Schultern verteilt werden, wie First Responder Sandra Schmidt berichtet. Derzeit sind nach ihrer Auskunft sieben Helfer in Ausbildung. Jeder muss demnach eine 48-stündige Sanitätsschulung absolvieren.

Hinzu kommen interne Fortbildungen und Praxiserfahrung mit dem Rettungswagen. Die Reanimation mit dem Defibrillator, Wundversorgung, Immobilisation von Frakturen und Gelenkverletzungen, Verbandstechniken, Versorgung bei Verkehrsunfällen, Beatmungstechniken und richtige Lagerung sowie die Absicherung von Unfallstellen sind weitere Lerninhalte. Darüber hinaus stehen zusätzlich eine feuerwehrtechnische Ausbildung und Digitalfunkschulung auf dem Programm. Mit diesem breiten Aufgabenspektrum ist die First-Responder-Gruppe immer noch im Aufbau. Derzeit umfasst die Ausrüstung neben der nötigen Einsatzkleidung zwei komplett ausgestattete Notfallrucksäcke mit Sauerstoffinhalation, zwei Defibrillatoren sowie zwei Kindernotfalltaschen.

Gute Ausrüstung


In Zukunft sollen regelmäßige Fortbildungen mit unterschiedlichen Themen sowie praktische Übungseinheiten auch mit der Schmidmühlener Feuerwehr stattfinden. Sandra Schmidt dankt schon mal für die gute Unterstützung dort, aber auch vonseiten des Marktes und der BRK-Stationen Amberg, Burglengenfeld und Schwandorf. Ein weiteres Lob richtet sie an Spender und Sponsoren, die dazu beitragen würden, "dieses mittlerweile bewährte Helfersystem gut auszurüsten".

HintergrundErsthelfer im Fokus

Alarmierung: Bei Absetzen des Notrufs unter 112 werden die First Responder automatisch verständigt und losgeschickt.

Teilnahme: Jeder, der sich für die Aufgabe interessiert, kann mitmachen und wird ausgebildet.

Kontakt: FR-Schmidmuehlen @gmx.de

Spendenkonto: DE75 7606 9611 0100 0264 84, GENODEF1SDM (Raiffeisenbank Unteres Vilstal), Kontoinhaber: First Responder Schmidmühlen (Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt). (pop)
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