Josef Fertsch gibt nach 69 Jahren den Staffelstab weiter
Ein Urgestein des VdK tritt ab

Engagierte VdKler erklärten spontan ihre Mitarbeit im Ortsverband Schmidmühlen (von links): Peter Göth, Raimund Scherer, Bernhard Tischler, Johann Mehringer, Sieglinde Opitz, Albin Koller, Kreisvorsitzende Marianne Kies- Baldasty, Ortsvorsitzender Karl Bauer, sein Vorgänger Josef Fertsch, Riedens VdK-Ortsvorsitzender Josef Niebler und Bürgermeister Peter Braun. Bild: bö
Vermischtes
Schmidmühlen
05.03.2016
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Das Prädikat Urgestein des Sozialverbandes VdK ist für den 90-jährigen Josef Fertsch eine besondere Anerkennung für seine Leistung um den Ortsverband. Der Schmidmühlener hat sich in fast sieben Jahrzehnten seiner Tätigkeit für den Sozialverband große Verdienste erworben. Bei der Jahresversammlung im Gasthof Lindenhof übergab er jetzt den Vorsitz an seinen Nachfolger Karl Bauer.

Fertsch habe ein wohl bestelltes Haus übergeben, betonte Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty. 69 Jahre hat Josef Fertsch im VdK gewirkt, er hat den Ortsverband mit aufgebaut und ihm ein Gesicht gegeben. Mehrere Jahrzehnte war er der Vorsitzender.

Über 8000 Mitglieder vereinen die 29 Ortsverbände unter dem Dach des Kreisverbands. Dass der VdK vor Ort leben und erreichbar sein muss, hat Fertsch mit seinem Einsatz für Recht und Gerechtigkeit für Versehrte und Behinderte stets bewiesen. Ob Hilfestellungen bei der Rente, einem Schwerbehindertenausweis bis hin zum großen Thema Pflegereform mit der Erweiterung auf fünf Pflegestufen war er immer Ansprechpartner und Mittler zu den Fachstellen.

Bürgermeister Peter Braun kennt Josef Fertsch schon sein ganzes Leben lang als den Vertreter des Sozialverbandes in Schmidmühlen: "Die Kranzniederlegung des VdK beim Volkstrauertag hat in jungen Jahren meine Einstellung für diese Selbsthilfeeinrichtung entscheidend geprägt". Der VdK und sein Ortsvorsitzender seien für ihn schon vor seiner Zeit als Bürgermeister Synonym für einen engagierten, heimatgeprägten Mitbürger mit einem starken Sozialverband im Hintergrund gewesen.

Zum neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung Karl Bauer, sein Stellvertreter ist Bernhard Tischler. Um die Ortskasse und die Schriftführung kümmert sich Peter Göth. Sieglinde Opitz vertritt die Frauen. Zu Beisitzern wurden Raimund Scherer, Johann Mehringer und Albin Koller gewählt. Kreisvorsitzende Kies-Baldasty verwies auf die VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!": Wohnungen, öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel, aber auch private Güter und Dienstleistungen "müssen endlich so gestaltet werden, dass sie für alle zugänglich sind". Dazu nötig seien einheitliche Vorgaben mit verbindlichen Fristen, Kontrollen, Sanktionen sowie eine Förderung durch den Bund.
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