Landvolk thematisiert "Laudato si"
Öko-Enzyklika des Papstes ein Auftrag an alle

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Schmidmühlen
25.02.2016
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Winbuch. Mit seiner Enzyklika "Laudato si" liefere Papst Franziskus einen dialogorientierten Anstoß zur nachhaltigen Debatte angesichts bleibender Umweltzerstörung - für die Politik und für "alle Menschen guten Willens", betonte Josef Färber, der Vorsitzende der katholischen Landvolkbewegung. Diese hatte zu diesem Thema einen Vortragsabend im Dorfgemeinschaftshaus organisiert. Referent war Diözesan-Landvolkpfarrer Christian Kalis, ehemaliger Kaplan von St. Georg/Amberg. Am Ende wurden Spenden von insgesamt 1600 Euro übergeben.

Die Welt voller Worte


Der Abend begann mit einem Gottesdienst in der Filialkirche Winbuch mit Pfarrer Werner Sulzer und Diözesan-Landvolkpfarrer Christian Kalis. Danach freute sich Josef Färber über viele Mitglieder und andere Interessierte im Gemeinschaftshaus. Zum Beweggrund des Papstes für seine Enzyklika meinte Christian Kalis, Franziskus sei es besonders wichtig, "den Klimawandel und die Gerechtigkeitsfrage gegenüber den Armen als zusammenhängende Herausforderung zu erkennen". An einer Weltkugel, gefüllt mit Worten, zeigte Kalis ein Bild mit den Wörtern, die der Papst verwendet hat - Gott, leben, Welt, selbst, Natur und Menschen.

Die Enzyklika wurde im Juni 2015 veröffentlicht. Damit spricht der Papst nicht nur die Katholiken an, sondern "alle Menschen, die guten Willens sind". Sein Schreiben sei "auch die Sorge um das gemeinsamen Haus", betonte Kalis. Der Papst weise auf die Zerstörung der Erde hin, aber auch auf die soziale Ungerechtigkeit und Armut sowie auf ein verlogenes Wirtschaftssystem. Bewusst sei die Öko-Enzyklika vor der Welt-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris erschienen - um die Politik zu motivieren, auf internationaler Ebene wirksame Instrument zur Reduktion der Klimaerwärmung zu beschließen. Im Dreischritt Sehen-Urteilen-Handeln finden sich laut Kalis herausfordernde Impulse für die Lebensgestaltung jedes Menschen und die Ermutigung, aus Dankbarkeit für die Schöpfung Verantwortung zu übernehmen - etwa im Energieverbrauch und bei der Müllvermeidung. "Uns allen ist die Sorge um das gemeinsame Haus aufgetragen", betonte der Referent. Er stellte die wichtigsten Passagen vor und zog Verbindungen zur aktuellen politischen Situation und zu Handlungsfeldern im Umfeld der Zuhörer.

1600 Euro gespendet


Zum Abschluss überreichte KLB-Vorsitzender Josef Färber Spenden von jeweils 800 Euro - der Erlös des Adventmarktes - an Christian Kalis und Pfarrer Werner Sulzer. Kalis unterstützt den Bau von Gartenzäunen zum Schutz vor wilden Tieren in Senegal. Die zweite Spende ist für die Außenrenovierung der Filialkirche Winbuch gedacht.
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