Luftlandeübung über Schmidmühlen
1200 Soldaten am Fallschirm

Vor acht Jahren gab es bereits eine ähnliche Übung im Landkreis. Damals sprangen die Soldaten über Ehenfeld ab. Archivbild: Unger
Vermischtes
Schmidmühlen
29.03.2016
3466
0

In zwei Wochen wird es über Schmidmühlen eine Himmelserscheinung der besonderen Art geben: Fallschirmjäger aus drei Nationen absolvieren eine Luftlandeübung - die größte in Bayern seit mehr als zehn Jahren.

Rund 1200 Soldaten aus den USA, Großbritannien und Italien springen am Dienstag, 12. April, über Schmidmühlen und Burglengenfeld aus Flugzeugen ab. Die Übung ist laut Presse-Info der US-Armee Teil des Großmanövers Saber Junction 16, in deren Fokus die 173. Luftlandebrigade der US-Armee steht. Die Übung beginnt morgen und dauert bis Sonntag, 24. April. Insgesamt nehmen 5000 Teilnehmer aus 18 Nato-Staaten und Europäische Partnernationen teil, heißt es in der Presseerklärung. Saber Junction 16 habe das Ziel, die Bereitschaft der 173. Luftlandebrigade zu testen. Wichtigste Aufgabe der Brigade seien Landoperationen. Im Übungsszenario würden Angriffs-, Verteidigungs- und Stabilisierungseinsätze kombiniert. Das Manöver werde fortwährend ausgewertet, um die Einheit zu zertifizieren. "Es wird besonderer Wert auf das Zusammenspiel der Streitkräfte der Alliierten und der Partnernationen gelegt", teilt die US-Armee mit.

Zusätzlich zur 173. Luftlandebrigade der US-Armee werden Einheiten aus Albanien, Armenien, Belgien, Bosnien, Bulgarien, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Schweden, Türkei, und Großbritannien teilnehmen. Die Saber-Junction-Übungsreihe sei dahingehend ausgerichtet, den beiden in Europa stationierten Einsatzbrigaden der US-Armee die Möglichkeit zu geben, abwechselnd, einmal jährlich, einen Übungsdurchgang im Truppenübungsplatz Hohenfels zu durchlaufen.

"Diese Übungsdurchgänge zertifizieren die Brigaden als einsatzbereit und als weltweit verlegbar", heißt es. 2015 durchlief das mit Stryker-Fahrzeugen ausgestattete 2. Kavallerieregiment, welches in Vilseck stationiert ist, den Saber-Junction-Übungsdurchgang.

Obwohl das Manöver Saber Junction hauptsächlich in Deutschland stattfindet, sammelt sich der Großteil des Luftlande-Kampfverbandes nahe des Heimatstandortes der 173. Luftlandebrigade, dem italienischen Vicenza. Vom nahe gelegenen Luftwaffenstützpunkt Aviano heben Flugzeuge und Soldaten Richtung Hohenfels ab. Außerdem sollen mehrere verbündete Einheiten mit Hilfe digitaler Simulation in das Szenario von Litauen und Rumänien aus eingebunden werden.

Die US-Armee weist darauf hin, dass es während des Manövers, insbesondere im Zuge der Fallschirm-Übung, im Bereich der umliegenden Gemeinden zu erhöhtem Fluglärm kommen kann.
Es wird besonderer Wert auf das Zusammenspiel der Streitkräfte der Alliierten und der Partnernationen gelegt.Aus einer Mitteilung der US-Armee
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.