Närrische Weiber stutzen Bürgermeister zurecht
Aus Spitzkragen wird Rundhals

Die langen Scheren der Mädels vom Faschingskomitee waren gut gewetzt. Auch Bürgermeister Peter Braun, samt Verwaltungsleiter, Bauhofmitarbeiter und sonstiges Personal kam bei ihnen unter die Schere. Bild: bö
Vermischtes
Schmidmühlen
04.02.2016
77
0

Schmidmühlen, oho! Die Griffe der Kasperl-Mädels an den Hemdkrägen der Herren saßen. Ein kurzes Zerren am Krawattl und dann war es auch schon passiert. Zu sehen war das Zurechtstutzen der Männerzierde am unsinnigen Donnerstag. Ein erster Besuch der schnittfesten Damen des Faschingskomitees, die als Kasperl an diesem Tag den Markt unsicher machen, gilt neben dem Kindergarten St. Georg, der Villa Kunterbunt und der Erasmus-Grasser-Grundschule immer auch Bürgermeister Peter Braun und seinen Bediensteten.

Mit langen Scheren fiel die Kasperlrunde ins Rathaus ein und besetzte das Bürgermeisteramt. Begehrteste Beute war die Krawatte des Bürgermeisters. Und weil die nicht drei Meter lang war, hat man ihm aus Mangel an Masse auch gleich noch den Kragen seines besten Sonntagshemdes zurechtgestutzt. Aus dem Eck des Hemdkragens wurde mit fachgerechtem Ansatz der Schneiderschere ein Rundschnitt. Am Nachmittag waren sie noch auf den Straßen und Geschäften auf Beutesuche unterwegs. So lange, bis jede der Mädels eine stattliche Anzahl von Krawattenskalps am Gürtel hatte.

Heute Hexenfreitag


Übrigens, heute am Hexenfreitag sind die Damen auch wieder zu sehen. Treffpunkt ist um 13 Uhr in der Langbruck beim Zöllist. Am Abend wird am Hammerplatz mit einer symbolischen Verbrennung einer Strohpuppe der Winter ausgetrieben und dann fällt man bei der Schwarzen Nacht im Ochsenwirt ein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.