Pfarrer Georg Braun feiert 50-jähriges Priesterjubiläum
Rückkehr für einen Festtag

Beagle Bonzo ist ein treuer Begleiter von Georg Braun. Der Ruhestandspfarrer kehrt am Sonntag zur Feier seines 50-jährigen Priesterjubiläums nach Schmidmühlen zurück, wo er von 1974 bis 2010 als Seelsorger wirkte. Von 1986 bis 1998 war er zudem Dekan des Dekanats Ensdorf. In seiner neuen Heimat Michelfeld wurde das Jubiläum in kleinerem Rahmen bereits am Mittwoch gefeiert. Bild: bjo
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Schmidmühlen
30.06.2016
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So jugendfrisch sah Georg Braun vor 50 Jahren aus. Repro: bjo

Ruhestandspfarrer Georg Braun feiert am Sonntag, 3. Juli, sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Dazu kehrt er in die Pfarrei zurück, in der er 36 Jahre als Seelsorger tätig war. Es ist eine Reise von der Nord- in die Südspitze des Landkreises.

Der gebürtige Kirchenthumbacher Georg Braun machte sein Abitur am humanistischen Gymnasium in Ingolstadt. Nach seinem Philosophie- und Theologiestudium in Regensburg, wurde er am 29. Juni 1966 im Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht. Seine erste Kaplansstelle war Ammersricht, nach zwei Jahren ging es nach Maxhütte-Haidhof. Dort bekam er bereits ein eigenes Haus, so dass seine verwitwete Mutter ihm den Haushalt führen konnte. 1974 erhielt Braun die Pfarrei Schmidmühlen übertragen.

Das offene Wort gefordert


Mit "Zuversicht, Freude und Gottvertrauen" trat er hier am 1. September 1974 seinen Dienst an. Die Abordnungen der Marktgemeinde empfingen ihn vor der Vilsbrücke. Er kam in Begleitung von Geistlichem Rat Gillitzer und Dekan Liedl aus Vilshofen. Bei seiner Predigt wandte er sich an die Kinder und Jugendlichen und sagte, dass die Jugend immer noch zu Großem bereit sei. Besonders betonte er damals: "Wenn jemand glaubt, dass ich ihm Unrecht getan habe, so soll er zu mir kommen und offen und freimütig mit mir reden. Ein offenes, freimütiges Wort zwischen Gläubigen und Pfarrer ist besonders wichtig." Seine Ausstrahlungskraft, Offenheit und Hilfsbereitschaft im Umgang mit den Menschen brachten ihm bald die Wertschätzung aller Pfarrangehörigen.

Mit Einfühlungsvermögen und jugendlicher Tatkraft ging er an alle Aufgaben heran. Am Heiligen Abend 1974 wurde die erste Kindermette gefeiert, die ein fester Bestandteil im Kirchenjahr werden sollte. Auch das katholische Vereinsleben erfuhr einen mächtigen Aufschwung, ob es nun der Frauenbund war, die Kolpingfamilie, die Blaskapelle St. Ägidius, die Kinderschola oder die Neugründungen von KAB, Landvolk und Mutter-Kind-Gruppe. Zur geistigen Fortbildung wurde die Pfarr- und Gemeindebücherei ins Leben gerufen. Die wichtigste Aufgabe war Pfarrer Braun die Seelsorge in der Pfarrei. Die Menschen wussten, an wen sie sich wenden konnten.

Seine Vorliebe für Reisen und Pfarrwallfahrten nahmen die Schmidmühlener gerne an. Durch Pfarrer Braun und den Mesner Josef Mehringer gelang auch eine Bereicherung des kirchlichen Lebens mit der sprunghaft angestiegenen Zahl der Ministranten (und Ministrantinnen). Als 1999 Mesner Mehringer starb, verstand es Braun erneut, keinen Stillstand in der Pfarrkirche aufkommen zu lassen, indem er das neue Mesnerehepaar Kraus nach Schmidmühlen brachte.

Seit 2010 im Ruhestand


Dem Engagement Brauns verdankt die Pfarrei viele Baumaßnahmen. So wurde der Pfarrhof mit Pfarrgarten neu gestaltet. Renovierungen erfuhren die Kreuzbergkirche, die Kirche St. Georg, die Pfarrkirche St. Ägidius und die Filialkirche Winbuch. Der Kindergarten wurde neu gebaut, das Hammerschloss zusammen mit der Gemeinde renoviert.

Ein schwerer Einschnitt im Leben von Braun war 1999 eine Herzoperation. 2010 wurde er in den Ruhestand verabschiedet und zog nach Roding um. Dort war er als Geistlicher im Altenheim bis November 2015 tätig. Ein weiterer Einschnitt war im Jahr 2015 der Tod seiner Schwester Theresia. Braun zog danach in die Nähe seines Geburtsortes, und zwar nach Michelfeld (Stadt Auerbach), wo das Pfarrhaus leerstand. Dort fand er ein neues Zuhause.

Der ZeitplanDer Ablauf der Feier am Sonntag:

9 Uhr Aufstellung Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Bürgermeister, Marktrat, Vereine und Gäste zum Kirchenzug beim Kindergarten.

9.15 Uhr Kirchenzug mit Abholung des liturgischen Dienstes.

9.30 Uhr Einzug zum Festgottesdienst, der von allen musikalischen Gruppen der Pfarrei gestaltet wird. Nach dem Gottesdienst zwanglose Begegnung mit dem Jubilar auf dem Kirchplatz.

11.30 Uhr Festmahl der geladenen Gäste im Gasthaus Altenbuchner. (bjo)
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