Professionelle Ersthelfer

In Schmidmühlen werden künftig First Responder mit der Feuerwehr zusammenarbeiten und im Notfall ausrücken. Sandra Schmidt und Maximilian Heimler, die beide in der Gemeinde wohnen, stellten bei der Marktratssitzung ihr Konzept vor. Bild: bö
Vermischtes
Schmidmühlen
03.02.2016
37
0

Eine Ersthelfer-Gruppe der First Responder wird künftig die Zeit zwischen Absetzen des Notrufs und Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die Erstausstattung.

Der Marktrat begrüßte bei seiner Sitzung grundsätzlich die Errichtung dieser, der Feuerwehr angegliederten Ersthelfergruppe. Neben der Erstausstattung übernimmt die Kommune laut Bürgermeister Peter Braun zusätzlich die Kosten für Versicherung und SMS- Alarmierung. Ein eventueller Lagerraum ist im bestehenden Feuerwehrgerätehaus zu schaffen.

Lagemeldung an Leitstelle


Die First Responder sind ehrenamtliche Personen mit einer Ausbildung im Rettungsdienst, sie wohnen im Gemeindebereich und führen in ihrem Notfallrucksack unter anderem Sauerstoff und Defibrillator mit. "Damit leisten sie qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes", sagte der Schmidmühlener Feuerwehrkommandant Jürgen Ehrensberger, als er das Projekt im Marktrat vorstellte.

Die professionellen Ersthelfer leiten lebensrettende Sofortmaßnahmen ein, überbrücken das therapiefreie Intervall, setzen eine Lagemeldung an die Leitstelle ab, fordern eventuell Rettungsmittel nach und weisen die nachkommenden Rettungskräfte ein. Maximilian Heimler und Sandra Schmidt, die beide ausgebildete Rettungssanitäter sind und Erfahrungen bei den Helfern vor Ort Hirschwald und Rieden gesammelt haben, hoben die Vorteile eines Ersthelferstandortes in der Gemeinde hervor. Verbessern werde sich die medizinische Notfallversorgung für alle Bürger im Gemeindebereich.

Eigenständige Gruppe


Die First Responder werden als Zug der Feuerwehr eine eigenständige Gruppe sein. Die disziplinarische Leitung liegt beim Kommandanten. Einen fachlichen Leiter werde dieser zusammen mit dem Verantwortlichen des BRK-Arbeitskreises Helfer vor Ort ernennen. Im Notfall werden die First-Responder im Zwei-Helfer-System zeitgleich mit dem Rettungsdienst alarmiert. Die Freiwilligen starten von zu Hause, fahren mit dem Privatfahrzeug zum Einsatz. Unabhängig davon läuft die Alarmierung der Feuerwehr. Laut Maximilian Heimler, Sandra Schmidt und Jürgen Ehrnsberger ist das Ziel, eine funktionierende 24-stündige Ruf- und Alarmbereitschaft aufzubauen. Die First Responder sollen auch bei Feuerwehrübungen und Einsätzen mitalarmiert werden. Hinzu kommen eigene Übernahmen von Sicherheitsdiensten bei Veranstaltungen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den First-Responder-System werden der Markt Schmidmühlen, die Feuerwehr und der BRK-Kreisverband schaffen. Marktrat Johann Bauer merkte an, dass in der Pfarrei ähnliche Strukturen geschaffen worden seien. Er regte eine Koordination der Erste-Hilfe-Helfer mit den First Respondern an. "Das ist eine absolute Service- und Sicherheitsleistung für alle Bürger und auch für die Feuerwehr, wenn ausgebildete Leute im Rettungsdienst mit dabei sind", sagte Bürgermeister Peter Braun.

Sanierungsarbeiten und SeniorenbusDer Marktrat genehmigte den Neubau von Garagen in Emhof (Schlossstraße) und eine Bauvoranfrage (zwei Einfamilienhäuser am Brunnlettberg). Laut Bürgermeister Peter Braun wird die Sanierung der Friedhofsmauer wegen der guten Witterung wieder aufgenommen. Die Sicherung des Mauerwerks ziehe sich voraussichtlich bis Ostern hin, da die auch die Abdeckung neu gemacht werden müsse. 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer und Markträtin Christine Werner informierten von einer Sitzung des Seniorenmosaiks. Ausgelotet werden soll, ob für Schmidmühlen ein eigener Seniorenbus in Richtung Amberg eingesetzt werden soll. Dazu wird es in den nächsten Wochen eine Versammlung der Vilstalgemeinden geben. (bö)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.