Schmidmühlen lebt christliches Miteinander
Kastler Pilger gut versorgt

Sechs Tage sind die Pilger von Schmidmühlen aus nach Altötting unterwegs. In Kastl werden sie schon seit 1989 bestens verpflegt. Bild: pop
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Schmidmühlen
11.08.2016
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Schmidmühlen/Kastl. Ein Paradebeispiel gelebten Bürgersinns und christlichen Miteinanders gibt es in Schmidmühlen: Mittlerweile schon zum 20. Mal werden hier Wallfahrer aus Kastl bei der Familie Senft versorgt.

Seit 1989 pilgern die Kastler zur Schwarzen Madonna nach Altötting. Dieser Wallfahrt liegt kein Gelübde zugrunde, wie es meist in den Pfarreien üblich ist. Den Grundstein legte einst Josef Wiesner, der mit seiner Frau Gunda zu einer privaten Pilgerreise nach Altötting aufbrach. Als die beiden in Schmidmühlen am Zieglerweg eine Pause machten, sprach Gerhard Senft die Wanderer an. Er erfuhr, dass auf Wallfahrt waren: So war es für ihn keine Frage, für eine Verköstigung zu sorgen.

Nach und nach wurde aus den beiden einzelnen Pilgern eine ganze Gruppe. Diesmal waren es rund 30 Teilnehmer. Ursprünglich kümmerte sich die Familie Senft alleine um die Gäste aus Kastl, mittlerweile hat sich ein großer Helferkreis gefunden. "Alle, die wir ansprechen, sind gern bereit, einen Kuchen zu backen und mitzuhelfen", berichtet Renate Senft.

In Schmidmühlen sind die Kastler willkommen. Und diese nehmen die Verpflegung gern an. Die Unterstützung auf dieser Wallfahrt durch die Bevölkerung sei groß, betonte Wallfahrtsleiter Josef Merz erfreut.

Sechs Tage sind die Kastler unterwegs. Der erste Abschnitt führt über Schmidmühlen auf rund 31 Kilometern nach Dietldorf. Es folgen 37 Kilometer nach Großberg, weitere 33 Kilometer bis zum Kloster Mallersdorf, nochmals 37 Kilometer nach Wald und schließlich, am letzten Tag, noch zwölf Kilometer bis nach Altötting. Die Gruppe wird seit vielen Jahren von Pfarrer Roland Klein aus Pommelsbrunn begleitet.
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