Schmidmühlener beteiligen sich an einem Uni-Projekt
Jugend unterstützt die Forschung

Schmidmühlener Jugendliche diskutierten mit Maik Krüger (links) von der LMU München und Katharina Müller (rechts), Jugendleiterin der FFW Schmidmühlen, für ein Forschungsprojekt. Bild: pop
Vermischtes
Schmidmühlen
05.04.2016
10
0

Was Menschen denken und wohin eine Gesellschaft steuert - das ist ein unerschöpfliches Forschungsfeld für Soziologen. Die Integration der Flüchtlinge in Deutschland eröffnet aktuell noch ein weiteres.

In einem Forschungsprojekt der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) war auch die Meinung von Jugendlichen aus Schmidmühlen gefragt. Mitgeholfen, dass dieses Projekt dort laufen konnte, hat die Jugendleiterin der Feuerwehr, Katharina Müller: Sie stellte sich mit mehreren Jugendlichen für eine Gruppendiskussion zur Verfügung - ein Novum in der Jugendarbeit in Schmidmühlen.

Das LMU-Projekt wird vom Lehrstuhl für Soziologie, von Prof. Dr. Paula-Irene Villa, geleitet. Die Deutsch-Argentinierin ist Lehrstuhlinhaberin für allgemeine Soziologie und Gender Studies am Institut für Soziologie der LMU München. Die wissenschaftliche Datenerhebung mit Gruppendiskussion und anderen wissenschaftlichen Methoden hat Maik Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, geleitet. Soziologie ist die Wissenschaft, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst.

Zentrale Frage des Forschungsprojekts: Was bedeutet Fürsorge?Das LMU-Projekt setzt sich damit auseinander, wie junge, kinderlose Erwachsene in Bayern Fürsorge (Care) deuten.

Es wird gefragt, ob die Jugendlichen dafür ein (Problem-) Bewusstsein haben und inwieweit Fürsorge Teil ihrer Lebenswelt oder ihrer Zukunftsvorstellung ist. Unter anderem wird erforscht, ob sich die Deutungen von Care nach Milieu, Alter, Geschlecht und formaler Bildung/Schicht unterscheiden. Und ob Raum und Zeit dabei relevant sind.

Für das Forschungsprojekt war der Termin in Schmidmühlen ein großer Gewinn, denn im Verlauf des Nachmittags wurden verschiedene Aspekte des ländlichen Raums intensiv erörtert und diskutiert.

Die (in der Auswertung anonyme) Datenerhebung dauerte mehr als zwei Stunden. Die Ergebnisse waren ein wichtiger Baustein für dieses Forschungsprojekt, aber zugleich auch eine wertvolle Erfahrung für die Jugendlichen. (pop)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.