Schock am Sonntagmorgen
Blitz schlägt in Wohnhaus ein

Deutlich sind im Giebelbereich die Spuren des Blitzschlages zu sehen: kleine Löcher an der Ober- und Unterseite des Dachfensters, wo der Blitz ausgetreten ist
Vermischtes
Schmidmühlen
01.08.2016
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Viele Schmidmühlener erwachten am Sonntag unsanft. Ein Gewitter brachte nicht nur Regen mit, sondern auch einen heftigen Knall - in einem Haus in der Abt-Albert-Straße schlug nämlich der Blitz ein.

"Es war ein greller Lichtstreifen und gleich darauf ein heftiger Knall, den wir vernommen haben", erzählten Anwohner. Ihnen sei sofort klar gewesen, dass ganz in der Nähe ein Blitz eingeschlagen haben muss, erzählten Bürger aus der gegenüberliegenden Schweppermannstraße, die gerade beim Sonntagskaffee im Wintergarten saßen. An dem vom Blitzschlag betroffenen Haus in der Abt-Albert-Straße wurden neben Teilen der Inneneinrichtung auch die Giebelfront und das Dach beschädigt. Deutlich zu sehen waren für die Feuerwehrleute auch mehrere Löcher im Mauerwerk des Gebäudes.

Die Familie, die in dem Haus lebt, wurde förmlich noch im Schlaf vom Gewitter überrascht. "Diese Woche wollten wir in Urlaub fahren", meinte eine unter Schock stehende Frau. Aber daraus werde jetzt wohl nichts werden, bedauerte sie. Es war ein heftiger Knall gewesen, der die Anwohner in der Brunnlettberg-Siedlung aus den Betten geholt hatte. Der kalte Blitzschlag richtete in der Abt-Albert-Straße einen nicht unerheblichen Schaden an, er dürfte im Bereich von mehreren 10 000 Euro liegen. Die genaue Höhe werden in den nächsten Tagen Fachleute feststellen müssen, denn manche statischen Auswirkungen sind oft auf den ersten Blick nicht zu sehen.

Atemschutzträger der Feuerwehr Schmidmühlen holte eine unter Schock stehende Person aus dem betroffenen Wohnhaus. Qualifizierte Erste Hilfe leisteten die First Responder der Schmidmühlener Wehr.

Mehr als 50 AktiveMehr aus 50 Feuerwehrleute, darunter auch mehrere Gruppen von Atemschutzschutzträgern, waren an den Unglücksort ausgerückt. Die Integrierte Leitstelle (ILS) in Amberg hatte sie alarmiert. Schnell und koordiniert gingen die Aktiven unter der Leitung des Schmidmühlener Feuerwehrkommandanten Jürgen Ehrensberger und dessen Kollegen der Nachbarfeuerwehren vor.

Am Einsatzort waren neben den Feuerwehren des Marktes Schmidmühlen auch die Aktiven aus Vilshofen und Pilsheim. Aus Burglengenfeld waren der große Rüstwagen und die Feuerwehrleiter nach Schmidmühlen beordert worden. Eine Person, die anscheinend unter Schock stand, wurde vom Rettungsdienst im Sanka behandelt. (bö)
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