Sturmschäden in Schmidmühlen
Nicht ganz ungeschoren

Hier ging zunächst einmal gar nichts mehr: Das Unwetter brachte mehrere Bäume zu Fall, die den Fünf-Flüsse-Radweg bei Schmidmühlen unpassierbar machten. Für sofortige Aufräumarbeiten war es zu gefährlich.
Vermischtes
Schmidmühlen
31.05.2016
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Größere Schäden wie andernorts in Deutschland gab es zwar nicht. Ganz ungeschoren ist Schmidmühlen aber bei dem Unwetter in der Nacht zum Montag auch nicht davongekommen.

Zum ersten Mal alarmiert wurde die Feuerwehr Schmidmühlen von der Integrierten Leitstelle Amberg (ILS) am Sonntag um 22.06 Uhr: Mehrere Bäume waren in Höhe des Sportheims auf die Staatsstraße 2235 von Schmidmühlen nach Hohenburg gestürzt. Die Aktiven konnten diese Hindernisse dann rasch beseitigen und die Staatsstraße kurz darauf wieder für den Verkehr freigeben.

Nur wenig später wurden die Einsatzkräfte Richtung Harschhof beordert. Hier versperrten ebenfalls umgestürzte Bäume sowohl die Gemeindeverbindungsstraße nach Markhof/Harschhof und zugleich auch den Fünf-Flüsse-Radweg. Rund eine Stunde brauchte die Wehr, um die Straße wieder frei zu bekommen. Auf dem Radweg hieß es zunächst einmal: Nix geht mehr. Hier blockierten drei Bäume die Durchfahrt. Sie hatten auch die Absturzsicherung des Radwegs beschädigt.

Zu aufwendig und auch zu gefährlich wäre es gewesen, hier bei Sturm und heftigem Regen aufzuräumen. Diese Sorge entpuppte sich als sehr berechtigt: Während die Wehr vor Ort war, stürzte noch ein weiterer Baum um. In beiden Fällen waren je zwölf Aktive der FFW Schmidmühlen unter Leitung von Kommandant Jürgen Ehrnsberger im Einsatz. Das Landratsamt wurde informiert.

Großes Glück im Unglück hatte der Heimat- und Volkstrachtenverein, der am Sonntag sein Heimatfest feierte. Viele Gäste und auch Abordnungen anderer (Trachten-)Vereine genossen zunächst einen ruhigen Spätfrühlingstag mit warmen Sonnenstrahlen und Grillspezialitäten. Als am frühen Abend schwarze Wolken ein Gewitter ankündigten, machten sich viele Besucher auf dem Heimweg.

Zum Glück: Denn ab etwa 20 Uhr brach mit heftigem Regen und Sturmböen das Unwetter über das Vils- und Lauterachtal herein. Nicht ganz ohne Folgen für die Trachtler. Eine Sturmböe ergriff das kleine Festzelt des Vereins, riss es aus den Verankerungen und drückte es gegen die Wand des Trachtenheims. Zur Erleichterung der Verantwortlichen befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand mehr im Zelt. Die verbliebenen Helfer und Gäste hatten schon Schutz im Trachtenheim gesucht. So wurde niemand verletzt. Was dem Verein bleibt, ist der Sachschaden.

Bei diesem Gewittersturm wurden Erinnerungen an das Marktfest vor zwei Jahren wach, bei dem ebenfalls ein Unwetter eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte.
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