Und alles begann mit einem Hühnerauge
Heiratsantrag per Autokorso

Die aufgeklebten Buchstaben auf den Autos ergaben zusammen die Frage "Katharina willst du mi heiraten". Die Feuerwehr Schmidmühlen begleitete den Autokorso. Bild: bö (Foto: Bild: bö)
Vermischtes
Schmidmühlen
12.06.2016
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Beste Stimmung herrschte nach dem angenommenen Heiratsantrag nicht nur beim zukünftigen Brautpaar (vorne), sondern auch bei allen, die unter strengster Geheimhaltung mitgeholfen hatten (hinten). Bild: bö (Foto: Bild: bö)
Es war der wohl spektakulärste Heiratsantrag der vergangenen Jahrzehnte in Schmidmühlen: Ein Autokorso samt Feuerwehrbegleitung entlang der Amberger Straße stellte die entscheidende Frage. Für Andreas Rabenhofer (26) aus Schmidmühlen und Katharina Böhner (25) kann damit eine Liebe auf den ersten Blick ihrem Höhepunkt zusteuern, auch wenn sie vor sechs Jahren wenig romantisch mit einem Hühnerauge begann.

Lange hatte Andreas Rabenhofer eine Idee gesucht, um seiner Angebeteten einen extravaganten und originellen Antrag zu machen. Und die sollte natürlich von den Vorbereitungen nichts mitbekommen. Am späten Samstagnachmittag zeigte sich, was er ausgeheckt hatte: Ein Pkw-Konvoi mit Freunden und Verwandten rollte in Richtung Harschhof los. Auf die Autos aufgeklebt waren überdimensionale Buchstaben, die den Satz ergaben "Katharina willst mi heiraten".

Gut 300 Meter Luftlinie liegen zwischen ihrem Haus in der Frühlingstraße und der Staatsstraße in Richtung Amberg. "Aber ich habe es deutlich lesen können", erzählte Katharina Böhner, nachdem sich die Aufregung etwas gelegt hatte. "Zuerst habe ich gemeint, dass schon wieder ein Unfall an der Abzweigung nach Pilsheim passiert ist, weil die Feuerwehr mit Blaulicht zu sehen war. Aber dann ist mir fast das Herz stehen geblieben, als ich die überdimensionalen Buchstaben des Heiratsantrags gelesen habe. Und jetzt weiß ich auch, warum mich meine Freundin Tatjana unbedingt am Samstagnachmittag zum Einkaufen nach Regensburg mitnehmen musste."

Das alles so heimlich zu organisieren, hat Andreas Rabenhofer einige schlaflose Nächte gekostet. Da mussten viele Freunde mit her- und dichthalten. Keiner durfte auch nur ein Sterbenswörtchen preisgeben, denn sonst wäre die Überraschung nicht gelungen, erzählt Rabenhofer voller Stolz aus seinem Generalstabsplan.

Die künftigen Hochzeiter kamen übrigens durch ein lapidares Hühnerauge zusammen. Vor gut sechs Jahren arbeitete Katharina Böhner gerade frisch als Podologin in der Praxis von Petra Rabenhofer , der Mutter von Andreas. Wie aus heiterem Himmel klagte von einem Tag auf den anderen der Sohn, dass ihn der Schuh drücke. Das könne nur ein Hühnerauge sein. Also tauchte er in der Praxis der Mutter auf. Einige Termine brauchte es schon, bis Katharina das Hühnerauge therapiert hatte. Es hatte eindeutig gefunkt zwischen den beiden. "Liebe auf den ersten Blick", gaben beide lachend zur. Und das mit dem Hühnerauge sei nicht gemogelt gewesen, "das war tatsächlich da", untermauern beide felsenfest ihre Kennenlerngeschichte.

Seinen Mut bewies Andreas schon mit einem Tandemsprung aus 3000 Metern Höhe, den er in Leutkirch (Allgäu) für seine Katharina wagte: "Ich habe zwar wahnsinnige Höhenangst, aber damit wollte ich auch meine Liebe zu Katharina beweisen." Geheiratet wird jetzt mit einer XXL-Hochzeit am 7. Juli 2017.

Für den stellvertretenden Kommandanten Mathias Huger und seine Mannschaft von der Freiwilligen Feuerwehr war es übrigens der schönste Hilfeleistungseinsatz der vergangenen Jahre, wie sie alle versicherten.
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