51. Pfingstritt in Menath am Buchberg und 50 Jahre Haflingerzüchterverein
In der Bibel steht davon nichts

Pfarrer Andreas Chalil (auf dem Podest) segnete zum letzten Mal die Pferde.
Freizeit
Schnaittenbach
17.05.2016
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Zum 51. Mal fand heuer der Pfingstritt in Kemnath statt. Nach dem großen Jubiläumsfest 2015 gab es auch dieses Mal wieder etwas zu feiern.

Kemnath. Nach der großen Ereignis zum 50. Pfingstritt mit dem Bischof im vergangenen Jahr begingen die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath am Buchberg auch heuer wieder ein rundes Jubiläum: Seit 50 Jahren gibt es nun bereits den Verein. Am Pfingstritt beteiligten sich sieben festlich geschmückte Kuschen und rund 120 herausgeputzte Pferde.

Chalil zum letzten Mal


Angeführt vom Kreuz und dem Banner der Haflingerzüchter machte sich der lange Zug vom Kirchplatz in Kemnath über Mertenberg auf den Weg zur Sebastiani-Kapelle. Dort bekamen Pferde und Reiter von Pfarrer Andreas Chalil den kirchlichen Segen gespendet. Für Chalil war dies der achte und, wie Lorenz Gebert bedauerte, auch der letzte Pfingstritt. Er wird ab September seinen Ruhestand antreten. Leider habe der Pfarrer nicht hoch zu Pferd am Ritt teilgenommen, so Geschäftsführer Lore Gebert, aber stets ein offenes und wohlwollendes Ohr für den Haflingerverein gehabt. Dafür dankte er ihm mit einem Geldgeschenk. Er habe, so Pfarrer Andreas Chalil bei der Predigt, nichts über Pferde in der Bibel gefunden. Aber der Pfingstritt sei ein Zeichen christlichen Glaubens und er wünsche sich, dass dieses Brauchtum noch lange fortgeführt wird.

Bekanntheit gefördert


"Willkommen inmitten der Heimat", begrüßte Schnaittenbachs Bürgermeister Josef Reindl die vielen Hundert Besucher auf dem Kalvarienberg in Kemnath. Der Pfingstritt der Haflingerzüchter könne auf 50 Jahre zurückblicken und habe mit dieser traditionellen Veranstaltung zur Bekanntheit des Ortes und der Gemeinde viel beigetragen.

Auch Landrat Richard Reisinger fand lobende Worte für das Engagement, mit dem der Verein diesen Brauch pflegt. Für den musikalischen Rahmen sorgten das Buchbergecho, das auch den Gottesdienst begleitete, und die Jagdhornbläser.
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