Traditionelles Behinderten-Buchbergfest mit großem Zuspruch
Wertvoll, wie kostbare Perle

Im Nu tanzte sich der Trachtlernachwuchs unter der Leitung von Melanie Zerhau in die Herzen der Besucher des Behinderten-Buchbergfestes. Bilder: ads (2)
Freizeit
Schnaittenbach
14.07.2016
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Es hat Tradition und es führt Menschen mit und ohne Handicap zueinander: das Behinderten-Buchbergfest. Seine Besucher erlebten einige unbeschwerte Stunden.

Sommerwetter mit angenehmen Temperaturen schuf beste Voraussetzungen für das traditionelle Behinderten-Buchbergfest rund um die Hütte. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) hatte, unter Leitung von Ute Pirke, Bärbel Grützner und Marianne Hartmann, heuer wiederum ein ansprechendes Programm mit Freiluft-Messe, musikalischer Unterhaltung und Tanzdarbietung sowie guter Verpflegung auf die Beine gestellt. Das bescherte allen Gästen herrliche Stunden in einer großen Gemeinschaft.

Ab dem frühen Nachmittag trafen die Besucher, darunter zahlreiche Behindertengruppen aus der Region und Vertreter solcher Gruppen aus Pilsen, am Buchberg ein. Dort wurden sie mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Ute Pirke übernahm die Begrüßung der großen Gästeschar, darunter auch die Regierungsrätin Johanna Rester vom Zentrum Bayern Familie und Soziales, Region Oberpfalz. Bürgermeister Sepp Reindl und Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl sprachen Grußworte.

Aus Tabubereich bringen


Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann plädierte dafür, Menschen mit Behinderung nicht zu verstecken, sondern sich mit seinen Anliegen rund um die Behinderung an die Kommunalpolitiker zu wenden, um die Thematik aus dem Tabubereich in die Köpfe der Leute zu bringen. Dankesworte an alle, die zum Gelingen des Behinderten-Buchbergfestes beigetragen haben, folgten von Bärbel Grützner.

Feierlich mit rührender Predigt war der anschließende Freiluftgottesdienst, den Pfarrer Josef Irlbacher mit Unterstützung durch Hirschaus Diakon Richard Sellmeyer auf der Bühne der Buchberghütte zelebrierte. D'Schwalberer und die Blechernen Sait'n übernahmen die musikalische Umrahmung. Zu Beginn seiner Predigt erzählte Irlbacher die Geschichte von einer Perle, die in Leid und Schmerz in einer Muschel zu etwas Kostbarem heranwuchs. Im Vergleich zum Menschen meinte der Geistliche: "Gott hat uns alle zu einer wertvollen Perle gestaltet, die umso wertvoller wird, je mehr sie im Leid und Schmerz wächst."

Nach der Predigt verteilten Bärbel Grützner und Marianne Hartmann bunte Glassteine an die Gottesdienstbesucher, um sie daran zu erinnern, dass sie wertvoll wie eine kostbare Perle sind. Dem kirchlichen Teil schloss sich ein gemütliches Beisammensein in familiärer Atmosphäre an, wo sich Menschen mit und ohne Handicap ungezwungen begegneten. Für Unterhaltung sorgten die Nachwuchstrachtler unter der Leitung von Melanie Zerhau, die sich im Nu in die Herzen der Festbesucher tanzten. Vereinsmusikant Kurt Scharrer spielte dazu zünftig auf.
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