Zwei Männer wollen der Langeweile ein Ende setzen
Actionpark in Schnaittenbach?

Bubble-Ball ist ein Trendsport, der sich in den vergangenen Jahren in Actionparks etabliert hat. Auf dem nebenstehenden Bild versuchen zwei Frauen, die in einer aufblasbaren Blase aus Plastik stecken, Fußball zu spielen. Bild: Marcel Kusch/dpa
Freizeit
Schnaittenbach
21.04.2017
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Philipp Lottner und Markus Wirz planen einen Actionpark für die ganze Familie in Schnaittenbach. Der Stadtrat begrüßt die Idee. Mehr noch: Bürgermeister Josef Reindl sichert den beiden seine Unterstützung zu.

Was lässt sich in der Umgebung machen, wenn es draußen kalt und nass ist? Diese Frage haben sich die beiden Kollegen Philipp Lottner (24) aus Hahnbach und Markus Wirz (46) aus Witzlhof schon häufiger gestellt. "Wir haben im Internet gesucht und im Umkreis von 200 Kilometern nichts gefunden." Es sollte etwas sein, das Sport, Spaß und Action verbindet, waren sich die beiden einig. "Kollegen und Freunde haben uns schließlich auf die Idee gebracht: Wir wollen Spiele, die man aus Fernsehshows wie ,Schlag den Raab' kennt", erklärt Lottner. Das Konzept war geboren: Die beiden planen in Schnaittenbach einen Actionpark für die Familie.

In einer Halle von rund 2000 Quadratmetern Größe soll es Aktivitäten wie Bungee-Run, Bull-Riding, Hüpfburg und Bubble-Ball geben. Zusätzlich zu dem Parcours soll in Schnaittenbach eine Paintball-Anlage entstehen. "So viele verschiedene Möglichkeiten, sich zu bewegen und Spaß zu haben - diese Kombination unter einem Dach ist bundesweit einmalig", sagt Wirz.

Im Sommer daraußen


Ein Gelände in Schnaittenbach ist bereits gefunden. Auf 14 000 Quadratmetern Fläche soll die Halle entstehen und genügend Platz bleiben, um einige der Spiele im Sommer auch draußen anbieten zu können. Wirz denkt an Vergnügungen in Kombination mit Wasser. Beispielsweise auch an eine Riesenrutsche.

Die beiden waren lange auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Sie wollten zunächst ein bestehendes Gebäude anmieten. "Teilweise waren die Angebote so heruntergekommen oder zu teuer, dass wir uns nach einer Alternative umsehen mussten."

Nun also Schnaittenbach: "Der Ort hat mit seiner Infrastruktur die ideale Lage", sagt Wirz, denn das Gelände im Gewerbegebiet liegt nah an der B 14. Ende März präsentierten die beiden ihr Idee dem Stadtrat. "Das Gremium steht dem Ganzen positiv gegenüber", sagt Bürgermeister Josef Reindl. "Was ich aus der Bevölkerung mitbekommen habe, sind sehr viele interessiert. Vor allem die Jüngeren sind grundsätzlich begeistert."

Bis ein Actionpark aber gebaut werden könne, sagt Reindl, seien noch einige Dinge zu klären. Zum Beispiel führt über das Gelände eine Stromleitung. "Die potenziellen Betreiber müssen mit dem Stromversorger abklären, in welchem Abstand sie bauen können", erklärt Reindl. Generell muss geklärt werden, was auf dem Grundstück planbar sei.

Kontakt mit großen Firmen


Erst wenn die Pläne von Wirtz und Lottner fortgeschritten sind, ist der Actionpark noch einmal Thema im Stadtrat. "Bisher ist noch kein Beschluss gefallen, ob wir das Grundstück verkaufen", sagt der Bürgermeister. Bis es soweit ist, wollen die beiden einen Investor gefunden haben. "Wir haben schon Kontakt mit großen Firmen aufgenommen", verrät Wirz.
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