Buchbergbühne wiederholt Erfolgsproduktion
Die Bettler kommen zurück

Als Nachtbar-Besitzerin Suki wurde Sebastian Reindl zunächst selbst von den eigenen Großeltern nicht erkannt. Bild: Hartl
Kultur
Schnaittenbach
21.11.2016
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Anfangs waren nicht nur manche Mitspieler skeptisch, sondern auch etliche Stammzuschauer. Eine Oper auf dem Buchberg? Am Ende wurde aus dem Frage- ein Ausrufezeichen. Und nicht jeder, der doch noch eine Karten haben wollte, bekam auch eine. Bald gibt es Nachschub: Die Buchbergbühne spielt 2017 noch einmal die Bettleroper.

"Das Feedback war richtig gut", freut sich Stefan Reindl, der Spielleiter der Freilichtbühne am Buchberg, immer noch über den Erfolg. Mancher habe sich das Stück sogar zweimal angeschaut. Für Reindl und seine Truppe "eine tolle Bestätigung für die Zeit, die du einbringst". Und in den Reihen der Laienschauspieler "ist es auch super angekommen", ergänzt Thomas Reiß, der Vorsitzende des Schnaittenbacher Theatervereins. Obwohl die Akteure diesmal nicht nur spielen, sondern auch noch tanzen und singen mussten.

Selber mitgelacht


"Die Bettleroper", eine musikalische Komödie nach John Gay, war nicht zuletzt deshalb eine aufwendige Inszenierung: Ein guter Grund, das Stück 2017 noch einmal aufzuführen. Vor allem aber, weil es viele Anfragen aus dem Publikum gab. Und weil die Laienspieler in dieser Produktion noch ein bisschen enger zusammengerückt sind, als sie es ohnehin schon sind. Theaterspielen ist in Schnaittenbach Familiensache. Und brachte diesmal sogar einige Akteure zurück auf die Bühne, die sich zuletzt ein wenig zurückgenommen hatten.

Am Ende fanden es alle "schade, dass es schon vorbei ist", erinnert sich Stefan Reindl, dem es selbst auch so ging, selbst nach mehreren Vorstellungen: "Da stehst du und wartest auf deinen Auftritt - und lachst auch noch beim achten Mal selber mit." Es darf weiter gelacht werden, die Buchberger spielen das Stück noch einmal. Und wollen bis dahin noch ein bisschen am Feinschliff arbeiten.

"Vielleicht singen wir sogar mal dreistimmig", denkt der Spielleiter schon mal laut nach - "oder wir bringen noch mehr Lokalkolorit rein: Das ist auch für uns spannend, was man noch besser machen kann." Kerstin Donhauser, die heuer nicht nur als überzeugend volltrunkene Bettlerkönigsgattin brillierte, sieht als nebenbei für die Kostüme Zuständige auch Spielraum: "Da kann man schon noch eine Schippe drauflegen. Das Elend war noch nicht so sichtbar." Und sogar denen, die die Aufführung schon zweimal gesehen haben, verspricht Reindl "noch was Neues".

Der Enkel als Puffmutter


Zuerst einmal müssen die Buchberger aber etwas Altes zurückholen: Sie hatten zunächst nicht daran gedacht, eine zweite Runde zu starten, und deshalb die von Gerti Gerhards gemalten Moritaten-Bilder verlost. Und das Klavier ist auch weg. Das Einzige, was sich wohl nicht wiederholen lässt, ist die Überraschung der Großeltern von Sebastian Reindl: Der hat sich als Nachtbar-Besitzerin Suki einen Oscar erspielt. Dass ihr Enkel in den hochhackigen Pumps und dem heißen Fummel steckte, bemerkten Oma und Opa im Publikum erst, als er seinen ersten Satz sagte. Der Enkel als Puffmutter? Die Großeltern nahmen's gelassen - im Sinne der Kunst sei das schon okay, meinten sie.

VorverkaufWie bei der Buchbergbühne üblich, beginnt der Vorverkauf auch heuer wieder am Donnerstag, 1. Dezember. Karten (Preis: zwölf Euro) gibt es im Internet (www.buchbergbuehne.de). Vorstellungstermine sind (jeweils 20 Uhr): Freitag, 26. Mai, Samstag, 27. Mai, Pfingstsonntag, 4. Juni, Pfingstmontag, 5. Juni, Freitag, 9. Juni, Samstag, 10. Juni und Sonntag, 11. Juni. (eik)


Weitere Artikel zur Freilichtbühne am Buchberg finden Sie unter www.onetz.de/themen/freilichtbühne-am-buchberg.html
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