Seit 20 Jahren Musikgruppe Blecherne Sait'n
Ein Jubiläumskonzert

Zu seinem 20-jährigen Bestehen brannte das Trio mit Franz und Ingrid Gericke sowie Gitarrist Josef Donhauser (von links) unter dem Motto "Blecherne Sait'n meets Louis Armstrong" ein Feuerwerk ab, das von Louis-Armstrong-Songs über Volksmusik mit Tradimix-Elementen bis zu selbst gestrickten Couplets reichte. Bild: ads
Kultur
Schnaittenbach
13.10.2016
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Als Mundartdichter und Moderator trug Stefan Thumann passend zur Musik G’schichten und Gedichte aus eigener Feder sowie Witze zum Gelingen des Abends bei.

Die "Blechernen Sait'n" haben es musikalisch drauf. Das stellten Ingrid und Franz Gericke sowie Gitarrist Josef Donhauser unter Beweis, als sie mit einer großen Schar Freunde im Vitusheim das 20-jährige Bestehen der Gruppe feierten und auf eine Erfolgsgeschichte zurückblickten, die Ihresgleichen sucht.

Unter dem Motto "Blecherne Sait'n meets Louis Armstrong" brannte das Trio ein Feuerwerk ab, das von Louis-Armstrong-Songs über Volksmusik mit modernen Tradimix-Elementen bis hin zu selbst gestrickten Couplets mit eigenen Texten reichte. Der Oberpfälzer Mundartdichter Stefan Thumann führte als Moderator mit Charme und Humor durch den Abend. Das Publikum spendete viel Applaus und erntete dafür einige Zugaben.

Bestens gelaunt feierten die zahlreichen Gäste aus nah und fern mit dem mehrfach ausgezeichneten Ensemble 20-jähriges Bestehen. Die drei Musiker gaben dabei einen Einblick in ihr breitgefächertes Repertoire und bewiesen einmal mehr ihr Können an Tuba (Franz Gericke), Zither (Ingrid Gericke) und Gitarre (Josef Donhauser).

Sehr gut besucht


Franz Gericke äußerte seine Freude über die enorme Resonanz auf die Veranstaltung. Die Schnaittenbacher Polka machte den Auftakt des abendlichen Musikprogramms. Die "Blechernen Sait'n" spannten ihren musikalischen Bogen von Louis-Armstrong-Songs wie "Cabaret", "Just a Gigolo", "Blueberry Hill", Hello Dolly", und "What a wonderful world", die Franz Gericke interpretierte, über Couplets und bodenständige Lieder, teils selbst geschrieben, bis hin zu stimmungsvollen Heimatklängen aus der Feder von Willibald Reis aus Schnaittenbach, darunter "Leitln, wollts mei Hoamat segn" oder das Wanderlied "Wenn die Morgensonne lacht".

Zu Höhepunkten wurden die Songs "O when the saints" und "New York, New York", die Franz Gericke sang. Gänsehautfaktor hatte auch das bodenständige Lied "Liab is wia Boch", das dreistimmig vorgetragen wurde. Hervorzuheben ist auch Sepp Donhausers Lied "'s Navi", in dem er sich in die weibliche Stimme des Navi verliebt. Als Mundartdichter trug Stefan Thumann passend zur Musik mit seinen Geschichten und Gedichte sowie Witzen zum Gelingen des Abends bei. Nach einem grandiosen Abend verabschiedete sich Stefan Thumann mit seinem rührenden Gedicht "Des Tages-Abschied", ehe die "Blechernen Sait'n" dreistimmig "Kimmt scho hoimli die Nacht" sangen. Die Besucher erklatschten sich noch einige Zugaben.

Mit ihrem Geburtstagsprogramm "Blecherne Sait'n meets Louis Armstrong" tritt das Trio am 24. März 2017 um 20 Uhr in der Alten Druckerei Seidel in Sulzbach-Rosenberg auf. Ausschnitte davon sind auch am 9. September 2017 um 20 Uhr in der Kulturscheune Elbart zu hören.

Bürgermeister: Musikalisches AushängeschildBürgermeister Josef Reindl als Schirmherr gratulierte den Jubilaren und dankte ihnen für stets beste Unterhaltung, enormes ehrenamtliches Engagement und große Heimatverbundenheit.

Er würdigte die herausragenden Leistungen des Ehepaars Gericke auf dem Gebiet der Musik und der Heimatpflege: "Mit den beiden Künstlern besitzt Schnaittenbach ein musikalisches Aushängeschild, das weit über die Region hinaus wegen des hohen musikalischen Niveaus und der heimatbezogenen Art der musikalischen Darbietung geschätzt, ja gar gefeiert wird."

Ingrid und Franz Gericke musizierten seit frühester Jugend an und hätten sich rasch zu zwei begnadeten Künstlern entwickelt, wobei Ingrid über eine virtuose Zitherkunst verfüge und Franz sich der Tuba verschrieben habe. Laut Stadtoberhaupt reicht das Repertoire von ruhiger Kirchen- und bodenständiger Volksmusik bis hin zu eigen getexteten, durchaus auch mal frechen Liedern, ergänzt durch Platteln, originellen Gesang und natürlich Louis Armstrong. Reindl erinnerte, dass die Gruppe "für ihre Verbundenheit zu Heimat und Leuten, ihr ehrenamtliches Engagement bei kulturellen und karitativen Veranstaltungen, das authentische Vertreten der Heimat und das Hinaustragen des guten Namens der Stadt" 2013 mit dem Kulturpreis der Stadt Schnaittenbach ausgezeichnet wurde.

Er erwähnte auch Konzertreisen nach Schottland, in die USA und nach Russland sowie Auftritte in Rundfunk und Fernsehen. (ads)
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