Von ABBA-Klassiker bis Rock und Pop
Lebensfreude von Happy Voices schwappt über

Der von Andrea Eichenseer dirigierte Chor Happy Voices erfreute die Zuhörer mit frischen und fröhlichen Musikstücken. Bild: hfz
Kultur
Schnaittenbach
04.11.2016
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Mitreißend im wahrsten Sinne des Wortes war das Jahreskonzert des Chors Happy Voices in der Schnaittenbacher Schule. Bestuhlt worden war für rund 200 Zuhörer, doch es waren weitaus mehr gekommen.

Selbst zwei Minuten vor Beginn waren die Organisatoren noch damit beschäftigt, weitere Sitzgelegenheiten für das Publikum zu schaffen. Doch selbst diejenigen, die keinen Stuhl mehr ergattern konnten, wollten sich den Hörgenuss nicht entgehen lassen. Sie nahmen mit Stehplätzen vorlieb - wurden aber vom Chor mit einem bunten Lieder-Mix entschädigt.

Bei knapp 300 Zuhörern war die Schulaula dann auch wirklich proppenvoll. Happy Voices machte seinem Namen alle Ehre: Chorleiterin Andrea Eichenseer hatte für den Auftritt sehr fröhliche Lieder ausgesucht. Die Songs reichten von populärer Unterhaltungsmusik ("Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens) über einige Ohrwürmer von ABBA ("Mamma mia") bis hin zum Pop-Bereich ("Bright Eyes", "Hit the road jack").

Charmanter Moderator


Gekonnt führte Stefan Reindl die Gäste durch den Abend. Seine witzige Moderation kam genauso gut wie der Chor beim Publikum an. Er beschrieb die einzelnen Stücke und ging auch auf deren Hintergründe ein. Das Publikum war begeistert von den Melodien und Rhythmen, vor allem bei "We are the World", "Let the sunshine in" und ABBAs legendärem "Mamma Mia" gab es kein Halten mehr. Die Zuschauer wippten im Takt und klatschten mit. Der Funke namens Lebensfreude, den Happy Voices großzügig versprühte, war längst auf die Zuhörer übergesprungen. Zum guten Gelingen des Konzerts trugen zudem die Instrumentalisten - Michael Seegerer (Klavier), Max Nagler (Schlagzeug), Sebastian Reindl (Gitarre und Bass), die die Sänger begleiteten - und auch die vier Solisten bei.

Sebastian Reindl begeisterte das Publikum, als er "Höhenflug" von Willy Astor auf der Gitarre spielte. Matthias Weigert (Trompete) sorgte für stimmungsvolle Abwechslung im Programm, zum Beispiel mit "Imagine". Aber auch die Gesangssolistinnen Katharina Auer und Doreen Mägerl machten ihre Sache ausgezeichnet, als sie "The Rose" vortrugen. Schon beim letzten Lied gab es jubelnden Beifall für die Sänger, der auch bei der Zugabe anhielt.

Als Dreingabe für das Publikum gab es mit "Soon and very soon" einen Gospel, schließlich hatte sich der Chor einst diesem Genre verschrieben. Die Sänger um Andrea Eichenseer beweisen aber, dass sie eine große Bandbreite beherrschen und souverän in vielen Musikrichtungen daheim sind.

Geschmack exakt getroffen


Selbst beim Abgang des Chores klatschte und jubelte das Publikum immer noch - für die Sänger ein sehr deutliches Zeichen, dass sie mit ihrem Programm absolut den Musik-Geschmack der knapp 300 Konzertbesucher getroffen haben.
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