24 Kerzen für die Toten

Zu einem gemeinsamen Klassentreffen kamen die Schnaittenbacher Jahrgänge 1944/45 im Kräutergarten zusammen. Bild: sh
Lokales
Schnaittenbach
10.09.2015
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Zwei Jahrgänge, ein Klassentreffen: Die 1944/45er, die immer wieder in kleiner Runde Stammtische, Ausflüge oder Wanderungen unternehmen, haben anlässlich ihres 70. Geburtstags miteinander gefeiert und sich nach zehn Jahren wieder im großen Kreis getroffen.

55 beziehungsweise 56 Jahre nach Entlassung aus der Volksschule trafen sich die ehemaligen Schüler der Jahrgänge 1944 und 1945 in der TuS-Sportgaststätte zur Wiedersehensfeier. Der am weitesten Angereiste kam aus der 500 Kilometer entfernten Stadt Peine. Überrascht wurde man mit schriftlichen Grüßen von Klassenkameradin Gundi Leitl aus den USA.

Über 30 Jahre sind seit dem ersten Klassentreffen 1984 vergangen, bei dem sich die Jahrgangsangehörigen mit der Pflanzung einer Kugelakazie im Stadtzentrum am Parkplatz beim Anwesen Gräf nahe des Vitusheims ein bleibendes Denkmal setzten.

Die Wiedersehensfeier wurde eingeläutet mit einem Treffen im Kräutergarten, der vor allem bei den Auswärtigen einen anhaltenden Eindruck hinterließ. Auf dem Friedhof legte man ein Blumengesteck für die 13 vom Jahrgang 1944 und die 11 vom Jahrgang 1945 verstorbenen Schulkameraden, Lehrkräfte und Geistlichen nieder.

Die Schwalberer und die Blechernen Sait'n gestalteten gesanglich und musikalisch den Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Vitus. Schulkamerad German Adam trug Lesung und Fürbitten vor, während am Speisgitter insgesamt 24 brennende Kerzen an die verstorbenen ehemaligen Mitschüler erinnerten.

Zünftig ging es her am Abend im TuS-Sportheim, bei dem die entbehrungsreiche, aber trotz allem auch schöne Schulzeit von 1950/51 bis 1958/59 im nicht mehr existierenden Schulhaus auf der Loh - dort ist heute das Seniorenwohnheim Evergreen - im Mittelpunkt stand.

Nach dem Abendessen erinnerte man sich zum Beispiel an den überaus religiösen und strengen Pfarrer Simon Utz und die Lehrer Weiß, Schwarz, Grau sowie Rom und Plank, die den Schülern das Rüstzeug für das Leben mitgaben. German Adam und Albin Grosch bereicherten die Feier mit lustigen Einlagen. Mit Applaus bedacht wurde das Organisationsteam für die mustergültige Vorbereitung des gemeinsamen Klassentreffens, das erst weit nach Mitternacht sein Ende fand.
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