Akribische Einteilung der Fläche

Lokales
Schnaittenbach
27.05.2015
1
0

Es ist ein weites Feld. Mit viel Grün, Braun und Blau. Die letzte Version des Flächennutzungsplans stammt von 1997. An einer aktualisierten Fassung arbeitet das Büro von Landschaftsarchitekturbüro Siegfried Lösch aus Amberg schon seit 2009.

Allein diese Zahlen beweisen die Dimension, die hinter einem derartigen Plan steht. Lösch stellte den Stadträten bei ihrer jüngsten Sitzung den neuen Vorentwurf für den Flächennutzungs- und Landschaftsplan ausführlich vor. Ziel ist der Einklang von Mensch und Umwelt und die Überarbeitung von bisher festgeschriebenen Gebieten.

Grundlage für Entwicklung

Die rechtlichen Grundlagen stehen im Bayerischen Naturschutzgesetz. Hier heißt es im Paragraf 1, Absatz 5, dass der Flächennutzungsplan "eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und eine dem Wohl der Allgemeinheit entsprechende sozialgerecht Bodennutzung gewährleisten und dazu beitragen soll, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln". Vorrangig wollte Bürgermeister Josef Reindl deshalb klarstellen, dass in dem Entwurf keine bindenden bauplanungsrechtlichen Aussagen getroffen werden würden, sondern das Skript lediglich als Grundlage dienen würde, um Bebauungspläne zu entwickeln. "Wo früher großzügig Baugebiete ausgewiesen wurden, wird mittlerweile sehr genau hingeschaut, ob diese wirklich nötig sind", erklärte Siegfried Lösch und zitierte aus der Statistik: "Bis 2021 hat die Stadt Schnaittenbach einen Bevölkerungsrückgang von 7,5 Prozent zu erwarten." Die Regierung prüfe demnach sehr genau, wie viele freie Baulücken noch vorhanden sind, bevor die Ausweisung weiterer Baugebiete genehmigt werden. Derzeit sind in Schnaittenbach 30 Hektar als Wohngebiet ausgewiesen. Davon wiederum sei ein Drittel freie Baufläche. Die Stadträte diskutierten im weiteren Verlauf der Vorstellung die Notwendigkeit einzelner Dorfabrundungen, Neuausweisungen oder Umwidmungen.

"Tür noch nicht zu"

Der Bürgermeister versprach, "sollten mehrere Wünsche auf uns zurollen, handeln wir": "Die Tür ist noch nicht zu." Aus dem Landschaftsplan listete Lösch Flächen auf, die besonders erhaltenswert seien oder einer Renaturierung bedürfen. So wurden die Fensterbachquelle (2011) oder der Erhalt und die Entwicklung von Moorwaldflächen im Neudorfer Wald als Beispiele angeführt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.