Das rund 200 Quadratmeter große Urnenstelenfeld im südwestlichen Bereich des kirchlichen Friedhofs auf der Loh ist fertiggestellt. Insgesamt 24 Stelen mit 96 Urnenplätzen stehen laut Friedhofsverwalter Thomas Görlich jun. im Endausbau zur Verfügung.
Raus aus Sarg, rein in die Urne

Der Bau der neuen Urnenstelenanlage auf dem Schnaittenbacher Friedhof ist nun abgeschlossen. Auf dem Areal im Hintergrund sind zwei Musterstelen zu sehen. Bild: sh
Lokales
Schnaittenbach
14.08.2015
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(sh) Der Schnaittenbacher Friedhof, ein Ort der Bestattung, der Würde, des Totengedenkens und des Trostes, aber auch ein Ort der Begegnung, war bis vor 171 Jahren rund um die Kirche im Ortsmittelpunkt angeordnet. 1844 wurde der Gottesacker vor das damalige sogenannte Lohtor, den heutigen Standort, verlegt. Zwei Mal wurde er erweitert, und zwar 1967/68 und 1987. 1995 erhielt er eine neue Aussegnungshalle.

Tendenz steigend

Thomas Görlich jun. ist als Nachfolger von Josef Piehler und Willi Meiser der neue, von der Kirchenverwaltung eingesetzte ehrenamtliche Friedhofsverwalter. In früheren Jahrzehnten waren Erdbestattungen die Regel. Seit Anfang der 90er-Jahre hat sich auch in Schnaittenbach die Bestattungskultur gewandelt, denn zu den bisher üblichen Sargbeerdigungen wurden immer mehr Urnenbeisetzungen vorgenommen.

Im Jahr 2013 noch gleichauf, standen 2014 den nur noch 12 Sarg- insgesamt 26 Urnenbestattungen gegenüber. Diese Tendenz ist weiter steigend, wie Görlich feststellt, während das Interesse an neuen Gräbern zurückgeht. Eine früher als notwendig angedachte dritte Friedhofserweiterung Richtung Osten ist damit hinfällig geworden. Rund 1500 Grabstellen gibt es derzeit im kirchlichen Friedhof, 62 Gräber davon sind noch frei. Alljährlich werden rund fünf Gräber aufgelassen, vor allem auch deshalb, weil keine Angehörigen mehr in Schnaittenbach leben, die deren Pflege übernehmen.

Aufgrund dieser Entwicklung befasste sich die Kirchenverwaltung als Friedhofsträger mit der Frage, wie man dem erhöhten Bedarf an Urnenstätten Rechnung tragen kann. 1996/97 errichtete die Kirche beim Leichenhaus eine Wand mit 48 Urnennischen und 96 -plätzen, die alle belegt sind. Auf der Warteliste sind viele Interessenten vorgemerkt. Weiter wurden im südlichen Friedhofsteil 42 Urnengräber mit 84 Plätzen angelegt, die jedoch nicht jedermanns Geschmack sind, denn etwa 20 davon sind derzeit noch zu haben.

24 Stelen für 96 Urnen

Als weitere Alternative und aus Kostengründen entschied sich die Kirchenverwaltung nun dazu, ein rund 200 Quadratmeter großes Urnenstelenfeld im westlichen Friedhofsbereich zum Vitusheim hin mit 24 Stelen und 96 Urnenplätzen im Endausbau anzulegen.

Das geschah unter der Leitung von Friedhofsverwalter Thomas Görlich jun. Die Schnaittenbacher Firmen Hirsch und Pürner wurden tatkräftig unterstützt von einem sechsköpfigen Team aus Helfern. Sie installierten zu Anschauungszwecken auch zwei Musterstelen einer Hohenburger Firma. Interessenten melden sich beim Friedhofsverwalter Görlich, der Einzelheiten über Kosten, Belegungszeit usw. weiß.
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