Der Radweg zwischen Schnaittenbach und Hirschau ist stark frequentiert. Gerade in der Dunkelheit wird die eineinhalb Kilometer lange Trasse von Beschäftigten der Kaolinbetriebe aus beiden Städten genutzt.
Schlichtweg gefährlich

Geht es nach der SPD-Stadtratsfraktion, soll der Radweg zwischen Hirschau und Schnaittenbach beleuchtet werden. Bild: ads
Lokales
Schnaittenbach
10.12.2014
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(ads) Die SPD-Stadtratsfraktion hatte deswegen einen Antrag auf Beleuchtung des Radwegs eingebracht und traf sich dort zu einem Ortstermin.

Zweiter Bürgermeister Uwe Bergmann stellte fest, dass viele Touristen, aber auch einheimische Radler, Jogger und Spaziergänger dort unterwegs seien. "Nicht nur aus Gründen der Sicherheit, sondern auch weil in den Kaolinbetrieben im Drei-Schicht-System gearbeitet wird, macht eine Beleuchtung Sinn", betonte er. Da davon auch Hirschau profitieren würde, regte Fraktionsvorsitzender Georg Dobmeier Gespräche zwischen beiden Kommunen an, um eine Kosten- und Unterhaltsteilung zu vereinbaren. Stromkabel seien teils bereits vorhanden. Solarbetriebene Lampen wären eine Möglichkeit, LED-Lampen würde die Stromkosten in Grenzen halten.

"Nicht hinnehmbar"

Ein Dorn im Auge ist Rudolf Bergmann die innerörtliche Situation, denn auf rund 700 Metern müssten Radfahrer die B 14 benutzen. "Das ist nicht hinnehmbar und schlichtweg gefährlich", stellte er fest. Er fordert die Stadtspitze auf, Gespräche mit dem staatlichen Bauamt als zuständigem Straßenbaulastträger zu führen. Als vorübergehende Lösung schweben ihm Fahrbahnmarkierungen vor, wenn auch erst einmal einseitig: "Nachdem der Lkw-Verkehr sich deutlich verringert hat, müsste eine geringere B 14-Breite ausreichen." Außerdem schlug er eine E-Bike-Ladestation am Rathaus vor.

Erhebliche Aufwertung

Erfreut zeigten sich die Genossen, dass die Arbeit des Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl bezüglich des Radwegs in Richtung Wernberg nun endlich Früchte trage. Mit dem Bau sei bereits begonnen worden. Dadurch erfahre der Paneuropa-Radweg von Paris bis Prag eine erhebliche Aufwertung und bringe Schnaittenbach sicher auch den einen oder anderen Radtouristen mehr. "Wenn sich die CSU als Macher dieser Trasse darstellt, dann schmückt sie sich mit fremden Federn", erklärte Uwe Bergmann. Langfristiges Ziel müsse ein durchgehender Radweg von Schnaittenbach nach Holzhammer bleiben.

Gerald Dagner rief den Weg entlang des Ehenbachs in Erinnerung, der nach wie vor über die Städtebauförderung bezuschusst werde. "Die Stadt darf diese Maßnahme nicht fallen lassen. Wenigstens vom Kräutergarten bis zum Bürgerwald muss die Realisierung angegangen werden", erklärte er. Zusammenfassend kam die SPD zu dem Schluss, dass Schnaittenbach fahrradfreundlicher werden müsse. Auch für ländliche Räume sei der Tourismus ein Markt der Zukunft. Hier habe die Stadt noch viel Entwicklungspotenzial.
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