Die Namen der Schnaittenbacher Straßen und Plätze standen im Mittelpunkt der Heimat- und Kulturtage. Eine Ausstellung zeigte historische Bezüge auf.
Erinnern an verdiente Menschen

Hans Grieger (rechts) referierte im Schnaittenbacher Kulturstadl über die Namen der Straßen und Plätze in der Stadt. Arbeitskreissprecher Heinz Steinkohl und Bürgermeister Josef Reindl (Zweiter und Dritter von rechts) wie auch die vielen weiteren Gäste waren von dem interessanten Vortrag sehr angetan. Bild: nag
Lokales
Schnaittenbach
08.10.2014
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Der Sprecher des Arbeitskreises Heimat und Kultur, Heinz Steinkohl, hatte mit Stefan Siegert einen tatkräftigen Unterstützer gefunden.Der hatte in viel Kleinarbeit die Schau zusammengestellt, die aufschlussreich in die Geschichte der Schnaittenbacher Straßennamen zurückblickte.

Bürgermeister Josef Reindl zeigte sich bei der Eröffnung beeindruckt von dem vielfältigen Hintergrundwissen der Macher. Sein Dank galt den beiden Initiatoren, aber auch Hans Grieger als Referenten.

Auch Stefan Siegert lobte die heimatkundliche Arbeit von Hans Busch und Hans Grieger, der über viele Jahre Material und Wissen zusammengetragen und in seinem Büchlein "Die Straßen von Schnaittenbach" dokumentiert habe. Dies sei die Grundlage für die Ausstellung gewesen. Erstaunlich sei, wie oft in den 59 Jahren, in denen es sie in Schnaittenbach gibt, Straßennamen schon umbenannt worden seien. Dank galt Bebbo Schuller, der mit seinen historischen Bildern wertvolle Beiträge geliefert habe.

"Dieser Tätigkeitsbereich aus meinem einstigen beruflichen Leben ist immer noch ein Hobby von mir", meinte der ehemalige städtische Beamte Hans Grieger in seinem Referat. Er blickte rund 200 Jahre zurück in die Zeit, als Schnaittenbach von Katastrophen, dem Brand 1817 und der Überschwemmung 1830, heimgesucht worden war. Damals waren Hausnamen ausreichend. 1835 wurden Hausnummern vergeben. Über 100 Jahre später, 1938, sollten dann Straßennamen eingeführt werden. Anlass dafür war auch die Eingemeindung der ehemaligen eigenständigen Gemeinde Forst - Doppelnummern führten zu Verwechslungen. Der Zweite Weltkrieg verzögerte diese Maßnahme allerdings bis 1955.

Altbekannte Flurnamen

Grieger berichtete, dass damals 53 Straßen und Plätze benannt wurden. Die Vorschläge hierfür hatte Heimatforscher Georg Landgraf ausgearbeitet, der sich dabei hauptsächlich an altbekannten Flurnamen orientierte. Aber auch auf Namen von Persönlichkeiten griff er zurück.

Der Referent betrachtete die Namen einiger Menschen näher, deren Wirken nicht mehr so bekannt ist. Etwa der des Priesters und Pädagogen Dr. Jakob Eckert, der in Schnaittenbach das Licht der Welt erblickte und sich als Verfasser von Lehrbüchern und Schriften hervortat. Auch das Wirken der Ehrenbürger Bischof Johannes Rosner und Georg Landgraf zeigte der Referent auf. Grieger appellierte, auch künftig an verdiente Persönlichkeiten aus der Heimat mit Straßennamen zu erinnern.
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