Drei neue Feldgeschworene werden vereidigt
Siebener-Geheimnis immer bewahren

Als neue Feldgeschworene wurden Peter Friedl, Richard Dickert und Peter Heindl (vorn, von links) von Geschäftsleiter Erwin Struck, Gerhard Baumer vom Vermessungsamt Amberg und Bürgermeister Josef Reindl (hinten, von links) in ihr Amt eingeführt. Bild: ads
Lokales
Schnaittenbach
29.05.2015
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(ads) Feierlich ins Amt eingeführt wurden die neuen Feldgeschworenen für die Stadtteile Schnaittenbach, Holzhammer und Neuersdorf bei einem Empfang im Rathaus. Bürgermeister Josef Reindl vereidigte Richard Dickert, Peter Heindl und Peter Friedl. Ihnen gratulierte der kommissarisch Obmann der Feldgeschworenen, Georg Wendl, der städtische Geschäftsleiter Erwin Struck und Gerhard Baumer vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Amberg .

Reindl erläuterte, dass die sogenannten Siebener für den Schutz und die Sicherung der Grundstücksgrenzen im Stadtgebiet verantwortlich seien. Das Amt des Feldgeschworenen sei ein Ehrenamt und eine Tradition, die sich über Jahrhunderte hinweg erhalten habe. Aufgaben eines Feldgeschworenen seien unter anderem die Sicherung der Grenzsteine, das Finden der Grenzzeichen sowie die Unterstützung des Vermessungsamtes bei Grenzfestlegungen und -wiederherstellungen. Die Feldgeschworenen würden nicht von der jeweiligen Gemeinde bestimmt, sondern sollten als Vertreter der Bürger ein unabhängiges und unparteiliches Instrument darstellen, das für die Beibehaltung der festgelegten Grundstücksgrenzen Sorge trage.

"Das sogenannte Siebener-Geheimnis, das als Verfahren für die Kennzeichnung der Grenzsteine dient, wird seit jeher nur mündlich übermittelt und ist von dem auf Lebenszeit Vereidigten stets geheim zu halten", ergänzte Gerhard Baumer als beim Vermessungsamt Amberg für die Feldgeschworenen zuständiger Mann. Trotz moderner Vermessungsmethoden komme dem Feldgeschworenen mit seinem Wissen und Ansehen in den Gemeinden eine wichtige Mittlerfunktion zwischen Grundstückseigentümern und den Vermessungsbehörden zu.

Peter Friedl aus Holzhammer sowie Richard Dickert und Peter Heindl (beide aus Schnaittenbach) waren von der Feldgeschworenengemeinschaft Schnaittenbach in ihr neues Amt gewählt worden. Nun galt es, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen die drei Neuen vor der Übernahme ihrer Aufgaben zur gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit und zur Bewahrung des Siebener-Geheimnisses in Eidesform zu verpflichten.

Den offiziellen Teil beschloss ein Imbiss, bei dem manch lustige Geschichte zu hören war. Man war sich einig, dass man in Schnaittenbach mit jetzt sieben Feldgeschworenen und in der Gemarkung Kemnath am Buchberg mit vieren sehr gut für diese wichtige Aufgabe aufgestellt sei.
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