Eine Gemeindetour mit der Maßgabe, gemeinsame Ideen zu entwickeln und die gute Zusammenarbeit zu betonen, unternahmen die Fraktionen von SPD, CWU und FWG. Stationen waren hauptsächlich die umliegenden Ortsteile.
Fördergeld nutzen und sanieren

Das Kemnather Vereinsheim sollte nach Meinung der Fraktionen von SPD, FWG und CWU im Zuge der Dorferneuerung saniert werden. Dafür sprachen sich Georg Wendl, Manfred Schlosser, Gerald Dagner, Rudolf Bergmann, Georg Dobmeier, Josef Werner, Manfred Birner und 2. Bürgermeister Uwe Bergmann (von links) aus. Bild: hfz
Lokales
Schnaittenbach
24.08.2015
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Erstes Ziel war das Vereinsheim in Kemnath, für dessen Sanierung die Direktion für Ländliche Entwicklung im Zuge der Dorferneuerung eine Pauschalförderung von rund 150 000 Euro in Aussicht stellt. Schwerpunkte sollten nach Meinung aller energetische Sanierungsmaßnahmen sein. Das 1960 als Schulhaus errichtete Gebäude wird nach dem Umbau vor 25 Jahren von allen Kemnather Vereinen genutzt und stellt einen Dorfmittelpunkt dar. Eine Außendämmung, ein neues Sandwich-Dach und neue Fenster sind am dringendsten.

Sinnvolle Abrundung

Stadtrat Josef Werner ist es hierbei ein Anliegen, dass durch die pauschale Nebenförderung auf keinen Fall die Mittel für die weiteren Dorferneuerungsmaßnahmen, wie die Neugestaltung der Dorfstraße, verringert wird. Laut Werner wäre auch eine Erweiterung des Pflasterbereichs am Eingang zweckmäßig. Stadtrat Manfred Birner sprach die eventuelle Ergänzung des Vereinsheims Richtung Osten an: "Ein Anbau für den Probenraum vom Buchbergecho wäre wünschenswert."

Das angrenzende Wohnhaus müsste im Flächennutzungsplan unbedingt als Grünfläche erscheinen, weil sonst die Stadt ein Vorkaufsrecht nur schwer ausüben könnte. "Dies wäre für die Zukunft eine sinnvolle Abrundung des gesamten Areals", meinte Birner. 2. Bürgermeister Uwe Bergmann unterstützte dies: "Irgendwann ist die Sanierung des Vereinsheims sowieso fällig. Warum also nicht zeitnah, noch dazu wenn die Stadt dafür Fördermittel erhält? Wir wollen nicht warten, bis der Zustand schlechter wird und die gemeindlichen Kosten in die Höhe schnellen."

In der Josef-Ebensberger-Straße erinnerten die beiden CWU-Stadträte an ihren Antrag auf eine Anwohnerversammlung im Zuge der Straßensanierung. Dabei waren die Bürger über die Sanierung sowie die Erneuerung von Kanal- und Wasserleitungen informiert worden. Die Fraktionen begrüßten die Entscheidung der Anwohner für die Beseitigung des Reparaturstaus in Höhe von etwa 55 000 Euro und gegen den beitragspflichtigen Vollausbau, der 278 000 Euro gekostet hätte. Im Herbst sollen nun die restlichen Arbeiten erledigt werden.

Dritte Station war der Löschteich in Mertenberg, der nach einhelliger Meinung nicht im besten Zustand ist. Ob ein ausreichender Feuerschutz in Mertenberg gewährleistet ist, wurde bezweifelt. 3. Bürgermeister Manfred Schlosser plädierte für eine langfristige Lösung, noch dazu weil der zur Verfügung stehende Löschbehälter eines Landwirts mit der Stadt nicht vertraglich gesichert ist.

Gutes Miteinander

Abschließend wurden einige Gemeindeverbindungsstraßen abgefahren. Hier fiel den Räten der teils schlechte Zustand ins Auge. Beispielsweise sei die Aufschotterung der Trasse nach Holzhammer für Radfahrer am Ehenbachtal-Radweg zu grob. In den nächsten Jahren müsse hier Zug um Zug nachgebessert werden. Zusammenfassend betonten die Fraktionssprecher Manfred Schlosser (FWG), Josef Werner (CWU) und Georg Dobmeier (SPD) das gute Miteinander und vereinbarten im Herbst eine weitere Gemeindetour. Dann soll der Schwerpunkt auf Schnaittenbach liegen.
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