Faszinierende Interpretationen

Lokales
Schnaittenbach
03.12.2014
0
0

Alle bilden sie ein und dieselbe Szenerie von den Geschehnissen in der Heiligen Nacht nach und sehen doch so verschieden aus: 45 Krippen umfasste die Ausstellung im Kulturstadl, von der Landschafts- über Wurzel- und Kastenkrippen bis hin zu Ställen. Auch wertvolle Figurensätze waren zu bewundern.

Nach einem Jahr Pause hatte die Feuerwehr Schnaittenbach zum 23. Mal eine Krippenschau organisiert. Zur Eröffnung hatten sich neben den Erbauern und Ausstellern auch viele Freunde dieser Volkskunst eingefunden. Vorsitzender Helmut Reiß dankte allen Mitwirkenden.

Viel Liebe zum Detail

Bürgermeister Josef Reindl, der die Ausstellung zusammen mit Stadtpfarrer Josef Irlbacher eröffnete, begrüßte das Engagement der Feuerwehr, die sich seit fast zweieinhalb Jahrzehnten sehr erfolgreich um die Verbreitung des Krippenbrauchtums in der Schnaittenbacher Region bemüht. Irlbacher hob die bei den Arbeiten festzustellende Liebe zum Detail hervor. Er lud die Besucher ein, ein Fenster im Herzen offenzuhalten und so Advent und Weihnachten für sich zuzulassen.

Abseits des Rummels

Dank der Mithilfe vieler Bürger aus Schnaittenbach und Umgebung war es gelungen, eine abwechslungsreiche und sowohl für Kenner als auch Laien interessante Ausstellung zusammenzustellen.

In den adventlich geschmückten und stimmungsvoll beleuchteten Räumen des Kulturstadls konnten die Besucher aber auch etwas Ruhe und vorweihnachtliche Atmosphäre abseits des reich bevölkerten Weihnachtsmarktes finden. Optischer Mittelpunkt der Schau war die Feuerwehr-eigene Krippe aus dem Grödnertal mit 50 Zentimeter großen Figuren in einem von Mitglied Alfons Nagler gefertigten Ruinengebäude. Der Eintritt sowie die Spenden der Besucher werden für gemeinnützige Zwecke verwendet.

Ein Höhepunkt war die Lesung des Vorsitzenden der Lebenshilfe Amberg und früheren Schnaittenbacher Gemeindereferenten Eduard Freisinger. Mit sowohl heiteren als auch zum Nachdenken anregenden Texten fesselte er die gut 50 Zuhörer und sorgte für einen besinnlichen Ausklang des Abends. Die Stauber-Moidln aus Atzmannsricht, an der Zither begleitet von Rita Butz, sorgten für passende Musik.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.