Für Naomi kommt der "Kini"

Bei der Siegerehrung (von links): Lutz Nitzschke, der König-Ludwig-Darsteller, der dem Siegerpärchen Denise Plaschil und "Naomi vom Further Moor" den Pokal überreichte, Judith Maier, BLV-Vizepräsident Hartmut Preuß, Otmar Schneider, Bürgermeister Hermann Falk, Peter Schulz, 2. Bürgermeister Uwe Bergmann und Andrea Etzler, die Siegerin in der Jugendwertung. Bild: gf
Lokales
Schnaittenbach
06.11.2014
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Bayerns bester Fährtenhund ist die siebenjährige Hündin "Naomi vom Further Moor". Mehr Aufsehen als die Siegerin erregte bei der Meisterschaft in Schnaittenbach aber ein Gast aus der Vergangenheit.

(gfr) "Naomi vom Further Moor" ist ein Malinois oder Belgischer Schäferhund. Diese Tiere gelten als ausgezeichnete Wach-, Schutz- und Fährtenhunde. Mit 99 von möglichen 100 Wertungspunkten gewann die hellbraune Hündin die Bayerischen Meisterschaften der Fährtenhunde beim Gebrauchshundeverein Schnaittenbach.

35 Hunde, überwiegend Deutsche Schäferhunde, aber auch einige Malinois, Schnauzer, Terrier, Australian Shepherd und ein Hoverward, waren beim Landesverband für Hundesport für die Fährtenhundeprüfung I angemeldet worden, zwei Drittel davon Hündinnen. Die Teamwertung gewannen Denise Plaschil, das Frauchen von "Naomi vom Further Moor", und Lutz Nitzschke. Platz 2 belegten Otmar Schneider und Markus Niedermeier. Für die Sieger gab es einen Wanderpokal, den ihnen der bayerische Märchenkönig Ludwig II. persönlich überreichte. Oder jedenfalls ein Darsteller, der dem "Kini" so ähnlich sah, dass die Hundefreunde schwer beeindruckt waren.

Fährte 800 Meter lang

Gut 13 500 Mitglieder hat der bayerische Landesverband, dem auch der ausrichtende Verein, der Gebrauchshundeverein Schnaittenbach mit seinen etwa 70 Mitgliedern, angehört. Bei der Fährtenhundeprüfung müssen die Tiere einer 1200 Schritt oder 800 Meter langen Fährte folgen können, wobei der Fährtenleger sechs Winkel abschreitet und vier Gegenstände platziert. Bewertet wird, wie intensiv der Hund die Fährte verfolgt. "Es soll kein lässiger Spaziergang sein", sagte Hartmut Preuß, der Vizepräsident des BLV-Hundesport.

Jeder Hund wurde auf eine von den Fährtenlegern (Hermann Rösch, Hans Kneidl, Herbert Friemberger, Tom Hackl, Jan Langer, Judith Maier) eigens für ihn präparierte Fährte angesetzt und vom Leistungsrichter Edgar Huber sowie der Fährtenaufsicht Gerd Biberger genau verfolgt.

BLV-Vizepräsident Edgar Huber betonte, dass die Fährtenhundeprüfung kein leichtes Spiel sei. In Teamleistung müsse dem Fährtenhund erst einmal das Verfolgen einer Fährte beigebracht werden. Es könne durchaus Monate dauern, bis ein Hund so viel gelernt habe, dass er auch bei einem Fährtenhundewettbewerb vorgestellt werden kann.

Judith Maier, die Vorsitzende des Gebrauchshundevereins Schnaittenbach, meinte bei der Siegerehrung, dass ein derartiger Wettbewerb mit Fährtenlängen bis zu fast einem Kilometer nur möglich sei, wenn die Landwirte im Umfeld damit einverstanden sind, dass die Fährten über ihre Wiesen führen. Der Hirschauer Bürgermeister Hermann Falk und Uwe Bergmann, der 2. Bürgermeister von Schnaittenbach, freuten sich, dass die zweitägige Meisterschaft in der Kaolinregion ausgetragen wurde.
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