Gleich dreifach hatte der Obst- und Gartenbauverein heuer Grund zu feiern: sein 50-jähriges Bestehen, 40 Jahre Willi Meier als Vorsitzender und das 20-Jährige des Kräutergartens. Krönender Abschluss war ein Ehrenabend, bei dem Landtags-Vizepräsidentin Inge Auers referierte.
Vision wird Wirklichkeit

Lokales
Schnaittenbach
04.11.2014
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(ads) Stimmungsvoll begrüßten der Zitherclub Amberg und der Kirchenchor St. Vitus die Gäste im Vitusheim. Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann outete sich als leidenschaftliche Hobbygärtnerin und hatte ein selbst gezüchtetes Wermutkräutchen als Geschenk mitgebracht.

Überregional bekannt

Stellvertretender Bürgermeister Uwe Bergmann zollte den Mitgliedern des Vereins Dank und Anerkennung: "Das Areal rund ums Rathaus, die Kirche und natürlich der Kräutergarten wären ohne eure ehrenamtliche Arbeit nur schwer zu pflegen." Letzterer sei dank des enormen Einsatzes des Obst- und Gartenbauvereins zu einem Aushängeschild der Stadt geworden. Mit vielerlei Initiativen und Angeboten das ganze Jahr über habe der Kräutergarten überregionale Bekanntheit erreicht.

"Aber was wären der Obst- und Gartenbauverein sowie der Kräutergarten ohne den Vorsitzenden und Mentor Willi Meier, der seit 40 Jahren den Verein führt und den Kräutergarten vor 20 Jahren initiiert hat?", fragte Uwe Bergmann. Schon damals habe Meier eine echte Begegnungsstätte im Auge gehabt. Noch niemand habe von Inklusion gesprochen, als der Verein behindertengerechte Zugänge und Hochbeete für Rollstuhlfahrer angelegt habe. "Diese Vision von Willi Meier wurde Wirklichkeit. Der Kräutergarten ist heute Begegnungsstätte für Jung und Alt, Gesunde und Kranke, für Menschen mit und ohne Handicap", stellte Bergmann heraus. Er bedankte sich bei Meier für viele Jahre ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft.

Willi Meier blickte auf die Anfänge des Jubelvereins zurück, den sein Vater Georg Meier 1964 mit zwölf weiteren Idealisten ins Leben gerufen habe. "Voller Tatendrang gingen die Gründer ans Werk und stellten attraktive Unternehmungen auf die Beine", erinnerte er an die Dorfverschönerungsaktion, die Zählung der Obstbäume oder die Pflege des Kirchplatzes.

Nach dem Tod seines Vaters Georg habe sein Onkel Hans Meier das Vorsitzendenamt übernommen, ehe er selbst als "junger Wilder" 1974 angetreten sei. Unter seiner Vereinsführung sei die Gift- und Torfbestellung abgeschafft, seien Blumenbälle abgehalten und beispielsweise das Palm- und Kräuterbuschenbinden eingeführt worden. Der vom Gartenberein initiierte Blumenschmuckwettbewerb habe mit 800 Teilnehmern alljährlich rekordverdächtige Zahlen geschrieben.

Ein Besuchermagnet

Gemeinsam mit Pfarrer Josef Gebhardt habe er die Idee des Kräutergartens geboren, der 1994 eingeweiht worden sei, blickte Meier zurück. Hollerfest, Herbergssuche, große Stadtkrippe und zahlreiche weitere Veranstaltungen kultureller, kräuterpädagogischer oder musikalischer Art machten die Anlage zum Besuchermagneten weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Als Kraftakt bezeichnete Meier die 2004 erfolgte Umgestaltung des Kräutergartens mit Errichtung eines neuen Gebäudes mit Wintergarten und Behindertentoilette.
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