Großkopferte im Zugzwang

Lokales
Schnaittenbach
05.01.2015
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Wenn Großkopferte am Stammtisch fabulieren, kann schon das ein oder andere Märchen über den Tisch wandern. Was wäre, wenn die Flunkereien plötzlich von Gott persönlich angezeigt werden? "Die Lügenglocke" läutet am Samstag, 31. Januar, in Schnaittenbach.

Die Kolpingtheatergruppe um Regisseur Georg Meier bringt das Stück auf die Bühne. Die Laiendarsteller feiern im Vitusheim ab 20 Uhr Premiere.

Worum geht's? Bürgermeister Filzer hat den Gemeinderat in seine Wirtsstube einberufen, um den Vorschlag zu machen, dass jeder 10 000 Euro für den Ausbau einer Discothek spenden solle. Filzer und seine drei Spezln erhoffen sich so das große Geschäft. In diese Pläne platzt der Pfarrer mit der Meldung, dass die große Kirchturmglocke herabgestürzt und zerschellt sei. Zudem seien die Zwischenböden und Treppen zusammengebrochen. Die Bitte des Pfarrers bleibt ungehört. Thomas, ein junger Elektriker, der sein Geld als Aushilfskellner verdient, macht sich hinter der Theke Gedanken über das Benehmen der Großkopferten. Empört fasst er einen Plan. Er montiert und versteckt in einem großen Baum einen Lautsprecher und steckt den Sender in seine Tasche. Hierdurch gelingt es ihm, eine unsichtbare Glocke läuten zu lassen, wenn einer in der Gaststube lügt oder flucht oder einen anderen betrügt.

Sobald das saubere Gespann um den Bürgermeister in der Gaststube ist, hört die Glocke kaum auf zu läuten. Trotz Glockensuche mit den schlimmsten Folgen, gelingt es den Herren nicht, die "Lügenglocke" abzustellen. Thomas bleibt dabei, nur eine große Spende an die Kirche lässt "Herrgotts Glocke" wieder verstummen. Der Pfarrer kann sich freuen, denn um nicht ständig als Lügner ertappt zu werden, spenden die Männer große Beträge. Thomas ist der Glücklichste, denn durch seine "Erfindung" wird das Wirtstöchterl Sabrina gezwungen, die Wahrheit zu sagen - und die ist, dass sie Thomas liebt. Zur Hochzeit kann dann die neue Glocke läuten.
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