Happy Voices begeistern mit unterschiedlichen Stilrichtungen - Abba im Repertoire
Chor macht Publikum glücklich

Mit Gospels, aber auch mit anderen Stücken begeisterten die Happy Voices ihr Publikum. Bild: hfz
Lokales
Schnaittenbach
29.10.2014
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Die Sonne strahlte warm von einem blauen Oktoberhimmel - so warm, dass die Chormitglieder von Happy Voices schon ernsthafte Befürchtungen hatten, dass Biergärten und Eisdielen ihnen bei der Auswahl an lohnenswerten Nachmittagsvergnügungen den Rang ablaufen könnten. Doch die Sorgen waren unbegründet: Mit rund 220 Plätzen hatten die Sänger die Aula der Schnaittenbacher Grund- und Mittelschule bestuhlt und als das Konzert der Happy Voices begann, waren fast alle Plätze besetzt.

Bereut hat es sicherlich keiner der Besucher, denn Happy Voices belohnten ihre Zuhörer mit wirklichem Hörgenuss. Das Programm deckte verschiedene Stilrichtungen ab. Stefan Reindl, der gut gelaunt durch das Programm führte, brachte das Anliegen des Konzertes gut auf den Punkt: "Happy Voices werden eigentlich vor allem angefragt für Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen - aber sie haben nicht nur ein großes Repertoire im Bereich der Kirchenmusik, sondern auch bei der weltlichen Unterhaltungsmusik. Und genau das wollen sie heute unter Beweis stellen!"

Doch so ganz verleugnen konnte die Truppe um Chorleiterin Andrea Eichenseer ihre Wurzeln nicht, präsentierte sie doch als ersten Block Gospels, die bereits mit "Soon and very soon", "Let my light shine bright" und "Morning has broken" deutlich machten, mit wie viel Enthusiasmus alle Sänger bei der Sache waren.

"Happy Voices laden ein ..." hatte es auf den Plakaten im Vorfeld geheißen und genau das vermittelten sie ihrem Publikum auch: Ein Chor, der mit großer Konzentration bei der Sache ist, der darüber aber keine Sekunde die Freude an der Musik vergisst und dadurch den Eindruck vermittelt, dass dies auch der primäre Grund für die Veranstaltung ist, diese Freude auszuleben und auf die Zuhörer zu übertragen - nicht in steifer Konzert-Atmosphäre, sondern in geradezu locker-privater Laune.

Das Liedgut zeigte mit jedem Song mehr das Können der rund 20 Mitglieder zwischen 15 und 50 auf, die auch vor schwierigen Arrangements nicht zurückschrecken bei bekannten Liedern wie Leonhard Cohens "Halleluja", Harry Belafontes "Jamaica Farewell" oder bei Elton Johns "Can you feel the love tonight" und "Hail holy queen" sowie "I will follow him" aus "Sister Act". Selbst an Abba-Songs wagte sich der Chor heran: "Thank you for the music", "I have a dream" und "Dancing Queen".

Unterstützt wurde die Truppe von Ruth Kern am Klavier, Johannes Doleschal am Saxofon, Markus Brandl an der Gitarre und Sebastian Brandl, der die Percussion übernahm. Ihr Können bewiesen die vier dabei nicht nur in der Begleitung, sondern auch bei mehreren jazzigen Instrumentalsstücken. Den Abschluss bildeten zwei Songs aus "Hair": "Good morning starshine" und "Let the sun shine", ehe alle Musiker vom Publikum ungern, aber mit fulminanten Applaus entlassen wurden.
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