Hetzärmel wird zerfleischt

Beißübungen mit dem Hetzärmel bilden den Abschluss der Schutzdienst-Hundeprüfung. Archivbild: ads
Lokales
Schnaittenbach
26.08.2015
5
0

Dem Gebrauchshundeverein Schnaittenbach unter dem Vorsitz von Mario Zillich steht am Wochenende ein Großereignis ins Haus. Ihm wurde die Ehre zuteil, am Samstag und Sonntag, 29./30. August, die Bayerischen Meisterschaft IPO 3 auszurichten.

Bei diesem Wettbewerb handelt es sich gemäß der Internationalen Prüfungsordnung (IPO) um die dritte und höchste Stufe im Schutzhundedienst. Die Veranstaltung findet in Schnaittenbach auf dem Vereinsgelände hinter dem Naturbad statt.

Anlass für den Landesverband, diese anspruchsvolle Prüfung nach Schnaittenbach zu vergeben, war die 50-Jahr-Feier des Vereins in diesem Jahr. Auch ist bekannt, dass der Gebrauchshundeverein größere Prüfungen problemlos ausrichten kann, wie er in der Vergangenheit des Öfteren schon gezeigt hat. Schnaittenbachs Bürgermeister Josef Reindl hat die Schirmherrschaft übernommen.

45 Hunde am Start

Die Verantwortlichen können einen großen Zuspruch aus ganz Bayern verbuchen, denn bis jetzt sind acht Deutsche Schäferhunde, 36 Malinos (Belgische Schäferhunde) und ein Rottweiler gemeldet. Alle 45 Starter mussten sich bei verschiedenen Prüfungen für diese Teilnahme qualifizieren.

Die IPO 3 besteht aus drei Sparten: Fährte, Unterordnung, Schutzdienst. Bei der Fährte müssen auf einer 800 Schritte langen Spur mit vier Winkeln drei kleine Gegenstände gefunden werden. Die Unterordnung muss in dieser Prüfungsstufe ohne Leine gezeigt werden. Inhalte sind Fuß, Sitz und Platz, das Apportieren auf ebener Erde, über eine Ein-Meter-Wand und über eine 1,80 Meter hohe Steilwand sowie Voraussenden mit Platz. Beim Schutzdienst muss der Hund unter sechs Zelten dasjenige herausfinden, in dem sich der Schutzdiensthelfer befindet und diesen verbellen, aber nicht angreifen. Anschließend muss der Hund den Helfer selbstständig bewachen und dessen Flucht verhindern. Bei einem Rücktransport verhindert der Hund ohne Befehl einen Angriff auf seinen Führer.

Helfer auf der Flucht

Den Abschluss bildet die lange Flucht, wobei der rund 30 Meter entfernte Helfer eingeholt und gestellt werden muss. Bei den Beißübungen geht der Hund nicht auf den Menschen los, sondern ist nur auf den sogenannten Hetzärmel fixiert.

Die Siegerehrung nehmen Landrat Richard Reisinger sowie Bürgermeister Josef Reindl und seine Kollegen Hermann Falk (Hirschau) und Alwin Märkl (Freudenberg) am Sonntag, 30. August, um 15.30 Uhr vor. Die drei besten Hund-Führer-Teams dieser Prüfung qualifizieren sich für einen Start bei der deutschen Meisterschaft der IPO 3. Besonders hebt der Gebrauchshundeverein Schnaittenbach hervor, dass Landwirte ihre Wiesen für die Fährtenarbeit zur Verfügung stellen und damit einen großen Anteil am Gelingen der Prüfung haben.

Die Bevölkerung ist eingeladen. Für Essen und Getränke ist gesorgt. Eventuelle Fragen beantwortet Judith Maier (0171/35 64 319).
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.